Im Jahr 2016 waren in Deutschland rund 420.000 Wohnmobile als Kraftfahrzeuge zugelassen. Sie werden überwiegend für Urlaube mit wechselnden Standorten oder als Freizeitfahrzeuge für Campingausflüge genutzt. Wenn sich der warme Sommer aber dem Ende zuneigt, fragen sich viele Wohnmobilbesitzer, was mit dem Wohnmobil im Winter am besten geschieht.

Das eigene Wohnmobil vermieten

Durch ihre komplexe Ausstattung sind Wohnmobile im Gegensatz zu normalen Personenkraftfahrzeugen relativ teuer: Etwa 50.000 Euro kostet ein Wohnmobil im Durchschnitt, auch wenn hier natürlich nach oben keine Preisgrenze existiert. Spätestens wenn die Hauptsaison vorbei ist, stellt sich die Frage, ob man das Wohnmobil nun am besten winterfest macht oder sich nicht doch noch eine bessere Möglichkeit auftut.

Da die Anschaffung eines eigenen Wohnmobils eine große Investition ist, verzichten viele Menschen darauf und mieten sich stattdessen bei Bedarf lieber eines. Und genau dies hat auch Vorteile für Besitzer eines Wohnmobils, denn auf Plattformen wie www.campanda.de können sie ihr Wohnmobil vermieten, wenn sie es gerade nicht selbst benötigen. So steht das Wohnmobil zum einen nicht ungenutzt herum und bringt zum anderen noch einen Teil seines Kaufpreises wieder rein.

Wohnmobil winterfest machen

Entscheidet man sich gegen die Vermietung des eigenen Wohnmobils und lässt es stattdessen über den Winter ungenutzt stehen, sollte man es auf jeden Fall winterfest machen.

  • Der Innenraum: Bevor man das Wohnmobil sich selbst überlässt, sollte man es noch einmal einer sorgfältigen Reinigung unterziehen. Alle Flächen sollten dabei abgewaschen werden; auch der Kühlschrank sollte von Lebensmitteln geleert und danach gereinigt werden, damit sich im Winter kein Schimmel bildet oder Schädlinge angelockt werden. Die Schranktüren sollten zum Zwecke der Luftzirkulation offen bleiben. Auch die Gashähne und die Gasflasche sollten zur Sicherheit zugedreht werden.
  • Wassertanks leeren: Sowohl der Brauchwassertank als auch der Hauptwassertank sollten vor längeren Stehzeiten geleert werden. Bei Frost würde sich sonst das Wasser in den Leitungen ausdehnen und diese womöglich sprengen. Nach dem Leeren der Tanks lässt man das restliche Wasser aus den Leitungen fließen und die Pumpe im Anschluss trocken laufen.
  • Karosserie und Batterie: Damit das Wohnmobil im nächsten Frühling wieder anspringt, sollte man die Batterie entweder vom Kreislauf trennen oder regelmäßig an eine Stromquelle anschließen. Ein voller Treibstofftank führt zudem dazu, dass sich weniger Kondenswasser im Tank bildet, welches in Blechtanks zu Rost führen würde. Auch Beschädigungen sollten noch vor Beginn der Winterruhe repariert werden.
  • Standort: Damit die Karosserie geschützt ist, sollte der Standort im besten Fall überdacht sein. Feuchtigkeit kann schnell in den Innenraum gelangen, weshalb das Wohnmobil so wenig Nässe wie möglich ausgesetzt sein sollte.

Übrigens lohnt es sich in manchen Situationen, die Wohnmobil-Versicherung über den Winter abzumelden. Sinnvoll ist dies etwa dann, wenn das Wohnmobil an einem geschützten Ort steht und nicht auf einer öffentlichen Verkehrsfläche. Die alternative Ruheversicherung springt zudem bei Beschädigung durch Tiere oder bei Einbrüchen ein.

Bildrechte: Flickr Camper Morten Amundsen CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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