Der Handel mit Devisen ist aufgrund der häufig sehr starken Kursschwankungen ein beliebter Marktplatz für Trader. Der Forex-Handel (Foreign Exchange) hat das Potential für lukrative Gewinne, beinhaltet aber auch ein großes Risiko. Deshalb sollte man vor dem Einstieg in den Währungshandel die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Wechselkurse kennen.

Die Wirtschaftslage der einzelnen Länder

Basis der Wechselkursbestimmungen ist immer die Situation der Realwirtschaft. Eine genaue Analyse der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Leistungsbilanz ermöglicht eine grundsätzliche Einschätzung. Eine gesunde Wirtschaftslage und gute Prognosen der Frühindikatoren zu den Zukunftsaussichten sprechen theoretisch für eine starke Währung. Aber wirtschaftswissenschaftliche Theorien und der Zustand der Volkswirtschaft bilden nur den Unterbau für eine Meinungsbildung. Den entscheidenden Einfluss auf die Wechselkurse haben dann die Erwartungen der Marktteilnehmer über die kurz- oder langfristige Entwicklung der Wirtschaftslage und Wechselkurse.

Die Kaufkraftparität

Eine der bestimmenden Theorien zu internationalen Wechselkursen ist die Parität der Kaufkraft. Ein und dasselbe Produkt sollte weltweit den gleichen Preis haben. Dafür sollen die Wechselkurse sorgen. Nach der Umwechslung in lokale Devisen wäre der Preis für beispielsweise einen Starbucks Coffee in San Francisco, Tokio oder Moskau überall gleich. Das dies meist nicht der Fall ist, wissen wir aus eigener Erfahrung. Deshalb ist die Kaufkraftparität heute nur noch ein sehr geringer Faktor für die Bewertung von Wechselkursen durch die Marktteilnehmer.

Die Kapitalströme

Spekulative Anlagen bilden den Großteil der internationalen Kapitalströme. Nur ein Bruchteil des täglichen Handelsvolumens von 5 Billionen US-Dollar täglich dient realwirtschaftlichen Transaktionen. Über 90 Prozent des investierten Kapitals wird von den Marktteilnehmern, also den großen Privatbanken, Zentralbanken, institutionellen Anlegern, Online-Handelsplattformen und privaten Tradern zur Spekulation verwendet. Die Quelle der Kapitalströme entspringt also eher an der Wall Street, als im Handel mit Waren, Dienstleistungen und Rohstoffen. Während früher die Preise für Rohstoffe ein guter Indikator für Währungskurse einzelner Länder waren, ist heutzutage eher die Einschätzung durch führende Handelsteilnehmer an der Wall Street ein wichtiger Indikator.

Die Zinsdifferenz

Ähnlich wie bei der Kaufkraftparität hat der Wechselkurs in den Theorien der Wirtschaftswissenschaften auch bei der Zinsdifferenz eine ausgleichende Funktion. Unterschiedlich hohe Renditen in den einzelnen Ländern lassen das Kapital in Richtung höherer Zinsen fließen. Durch die dadurch entstehende Nachfrage nach der jeweiligen Währung wird der Wechselkurs ansteigen und somit den Renditevorteil wieder ausgleichen. Diese theoretische Grundlage funktioniert aber in der Praxis nicht immer.

Der Einfluss anderer Märkte

Zwar ist der Devisenmarkt mit Abstand der Markt mit dem größten Handelsvolumen, trotzdem haben die kleineren Märkte einen indirekten Einfluss auf den Forex. Die Intermarkt-Bewegungen sind Reaktionen auf Entwicklungen an den einzelnen Märkten. Was am Aktien-, Renten- oder Rohstoffmarkt geschieht, wirkt sich in der Folge auch auf den Devisenhandel aus. Eine Beziehungskette entsteht beispielsweise durch einen schwächelnden Aktienmarkt, der eine erhöhte Nachfrage nach festverzinslichen Anlagen zur Folge hat und dadurch für ein steigendes Volumen am Devisenmarkt sorgt.

Die Marktstimmung

Da nicht mehr realwirtschaftliche Devisenströme den Forex-Handel dominieren, sondern Investoren, sind deren Markteinschätzungen und Prognosen wesentliche Einflussfaktoren für die Wechselkurse geworden. Welche Positionen die großen Investmentbanken und Handelshäuser halten, verkaufen oder aufbauen, sind für andere Marktteilnehmer bestimmende Indikatoren für das eigene Handeln. Eine Auf- oder Abwertung einzelner Währungen wird auch durch verlautbarte Einschätzungen und Prognosen durch die Marktleader herbeigeführt. Diese funktionieren somit als Stimmungsindikatoren, die den Markttrend steuern und beeinflussen.
Der Devisenmarkt ist launisch und wird oftmals nicht durch Wirtschaftstheorien oder objektive Wirtschaftsfakten wie z.B. Arbeitsmarktdaten und Inflationsraten bestimmt. Vielmehr entstehen Markttrends aufgrund der subjektiven Bewertung der verschiedenen Einflussfaktoren durch bestimmende Marktteilnehmer. Auf den Markt zu lauschen, Aussagen einschätzen und bewerten, Argumente überprüfen und eigene Erfahrungen sammeln, ist deshalb für den erfolgreichen Handel mit Devisen wesentlich. Auf den Forex-Handel spezialisierte Online-Broker wie Weiss Finance bieten zudem kostenlose, professionelle Unterstützung und Beratung durch erfahrene Analysten bei der Abwicklung der Trades an.

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