Datenschutz im E-Mail-Verkehr

vor 4 Jahren in Service, Anzeige
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Bildrechte: Flickr SPAM in E-MailsChristoph Scholz CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Kommunikation via E-Mail ist heute so selbstverständlich wie Telefonieren auf dem Smartphone oder Shoppen im Internet. Auf der Arbeit, Zuhause oder unterwegs verschicken wir permanent Nachrichten und Datenanhänge über unsere digitalen Kanäle. Dabei kann man leicht vergessen, dass beim E-Mail-Verkehr oft sensible Informationen ausgetauscht werden, die nicht für die Augen Fremder bestimmt sind. Dennoch bleiben sie oftmals ungeschützt, wenn man nicht selbst Verschlüsselungs- und Filtermaßnahmen ergreift.

Verschlüsselung von E-Mails

Mit dem Versand von E-Mails ist es, vereinfacht gesagt, wie mit Postkarten aus dem Urlaub: Sie kommen meist sicher beim Empfänger an, können aber auf dem Weg dahin theoretisch vom Postboten gelesen werden. Da viele E-Mails unverschlüsselt versendet werden, kann ihr Inhalt während des Datentransfers von Dritten ausgespäht werden. Doch gegen solchen Datenklau ist man nicht gänzlich schutzlos: Privatpersonen mit Windows-Betriebssystem können zur Absicherung ihres E-Mail-Verkehrs seit Sommer 2016 auf die kostenlose „Volksverschlüsselungssoftware“ des Fraunhofer-Instituts zurückgreifen. Diese ist mit gängigen E-Mail-Clients kompatibel und sichert E-Mails nach dem S/MIME-Standard ab. Verschlüsselung ist allerdings nicht unbedingt abhängig vom Betriebssystem: Für Mac- und Linux-Nutzer gibt es ebenfalls einige sinnvolle Verschlüsselungs-Methoden, mit denen man zum Beispiel Dateianhänge in passwortgeschützte Formate umwandeln kann. Der Adressat kann diese dann via zugewiesenem Kennwort entschlüsseln und öffnen.

Maßnahmen gegen Phishing

Doch nicht nur während des E-Mail-Verkehrs können Dritte unerlaubt Daten sammeln, auch Mails, die es bereits ins digitale Postfach geschafft haben, bergen mitunter Gefahr: Während Spam-Mails meist nur unerwünschte Werbung beinhalten und sich oft schon durch Aktivierung eines Spam-Filters im E-Mail-Client reduzieren lassen, sind „Phishing“-Mails noch weitaus bedrohlicher. Häufig fälschen Kriminelle Nachrichten bekannter Unternehmen wie Banken, Versandhändler oder Telekommunikationsfirmen. In diesen Mails fordern sie dazu auf, vertrauliche Daten weiterzugeben, auf externe Verlinkungen zu klicken oder virenbehaftete Datei-Anhänge zu öffnen. Dies sollte man in keinem Fall tun, sondern zunächst genau prüfen, ob typische welche Phishing-Merkmale vorliegen. Sofern man Kunde einer Firma ist, in deren Namen Phishing-Mails verschickt werden, ist es sinnvoll, diese darüber zu informieren. Die betreffende Phishing-Mail sollte man danach als Spam kennzeichnen und endgültig aus dem eigenen Posteingang entfernen. Wer als Selbstständiger eine Firmenwebsite benötigt und dort seine geschäftliche E-Mail-Adresse angibt, ist oft besonders gefährdet, Opfer der vielen Spam- und Phishing-Attacken zu werden. Der 1&1 Digital Guide bietet daher weiterführende Tipps, wie Websitebetreiber die eigene E-Mail schützen können.