Digitale Spielhallen: Gambling erreicht neue Dimensionen

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Brille
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Ohne Zweifel kann man sagen, dass das Internet die Unterhaltungsindustrie maßgeblich verändert hat. Mit rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz in einem Jahr ist Glücksspiel laut einer vergleichenden Studie des Verbands der Internetwirtschaft „eco“ das umsatzstärkste Segment in der Paid-Content-Unterhaltung geblieben. Ob Poker, Roulette oder Black Jack – für Casinospiele muss man längst keine Spielhalle mehr aufsuchen; man kann all das auch von zu Hause aus spielen. Online-Casinos, wie sie auf der Seite CasinoShark vorgestellt werden, generieren mittlerweile mehr als 50 Prozent der Brutto-Spielerträge. Der Aufwärtstrend im digitalen Glücksspiel ist laut eco vor allem auf die hohe Automatisierbarkeit von Online-Casinos zurückzuführen.

Paid Content auf Erfolgskurs

Den Erfolg von Paid-Content-Inhalten, also kostenpflichtiger digitaler Unterhaltung, erklärt der Geschäftsführer von eco, Harald A. Summa, so: „Das Angebot wächst und wird dank verbesserter Zugangsmöglichkeiten immer attraktiver, was mehr und mehr Nutzer überzeugt“. Ein weiterer Faktor sei die Flexibilität dieses Medienkonsums: „Über das Internet können die Menschen die Inhalte so oft sie wollen nutzen, und zwar genau dann, wenn es in ihren Zeitplan passt – anders als etwa beim klassischen Radio- und Fernsehprogramm mit seinen festen Sendezeiten“, erklärt Summa in einer Pressemitteilung.


Quelle: eco https://www.eco.de/2016/pressemeldungen/kraeftiges-umsatzplus-bis-2019-onlinespiele-werden-immer-beliebter.html

Spielhallen treffen auf Virtual Reality

Dank neuer Technologien scheint sich die Gambling- und Gaming-Branche noch weiterzuentwickeln, und zwar hin zum Virtual-Reality-Glücksspiel. Der amerikanische Sender CNBC berichtet, dass das Glücksspiel sich zukünftig darum drehen könnte, die Online-Spieler in ein immersives – also täuschend echtes – Casino-Erlebnis hineinzuversetzen. Die Einsätze im VR-Casino könnten so bis 2021 um bis zu 800 Prozent steigen. Umso wichtiger wird es, dass die Spieler die Kontrolle über das eigene Spielverhalten bewahren. Ein verantwortungsvoller Umgang sowohl von Betreiber- als auch von Besucherseite ist deshalb unumgänglich.

Kostspielige Technologie

In Deutschland sind „dezidierte Spielhallen fast völlig von der Bildfläche verschwunden“, fasst Matthias Bastian vom VRODO-Magazin die aktuelle Situation zusammen. Durch Virtual Reality sieht er die Chance, das alte Spielhallen-Gefühl wiederzubeleben. Dabei geht es ihm allerdings weniger um Glücksspiel und Wetteinsätze, sondern um Spielumgebungen ähnlich einem real erlebten Videospiel, da die Hallen deutlich teureres Equipment besorgen könnten als Privatpersonen daheim. So kann man beispielsweise mit seinen Freunden Zombies bekämpfen oder durch das Weltall fliegen. Virtuelle Spielhallen entstehen gerade auf der ganzen Welt – auch im deutschsprachigen Raum, etwa in Nürnberg oder Zürich. Eine der technologisch am weitesten fortgeschrittenen Hallen steht im US-Bundesstaat Utah und nennt sich „The Void“. Die Betreiber planen, bis zum Jahr 2020 ca. 230 weitere solcher Hallen auf der ganzen Welt aufzustellen.

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