Filterkaffee 2.0 – so schonend sind die Handfilter

vor 6 Monaten in Service, Anzeige
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Neben den klassischen Filterkaffeemaschinen bereiten heute die Fans des koffeinhaltigen Schwarzgetränks ihren Kaffee schonender mit einem Handfilter zu. Profis und Barista sind der Meinung, dass sie so aus dem gemahlenen Kaffee das Maximum an Geschmack herausholen und die Bitterstoffe außen vorlassen. Doch wie funktioniert der Handfilter und welche praktischen Tipps geben die Profis bei der Anwendung?

Die Zubereitung mit dem Handfilter, so geht’s

Der Kaffee-Handfilter ist zeitlos, denn er funktioniert einfach und schnell. Wichtig ist die korrekte Technik, die zu dem bestmöglichen Ergebnis und einem vollmundigen Aroma führt. Viele erfahrene Kaffeegenießer sind Anhänger, wenn es um das manuelle Verfahren geht, da sie so die Kaffeezubereitung und die Aromen in den Händen halten. Schneller geht es mit einem Vollautomaten oder einer Filtermaschine. Wer noch nie einen Kaffee per Hand zubereitet hat, sollte es auf einen Versuch ankommen lassen.

Bei dem Aufbrühen per Hand ist es möglich, die wichtigsten Faktoren beim Kaffee zu kontrollieren. Dazu gehören die verwendete Kaffeemenge, die Geschwindigkeit, die Gleichmäßigkeit beim Aufgießen des Wassers sowie die Wassertemperatur. Zunächst geht es daran, die Bohnen frisch zu mahlen. Das passiert am besten direkt vor dem Aufbrühen des Kaffees. Die gemahlenen Bohnen verlieren schnell an Aroma und sollte nicht auf Vorrat gemahlen werden. Wer gemahlenen Kaffee kauft, sollte ihn luftdicht in der Verpackung und in einer Kaffeedose lagern.

Die richtige Wassertemperatur beim Aufbrühen

Spätestens nach sechs Monaten hat der Kaffee alle seine Aromastoffe verloren. Im Handel gibt es schon sehr günstige Maschinen, die jedem Kaffeeliebhaber die Gelegenheit geben, die Bohnen frisch zu mahlen und zu verarbeiten. Für das Aufbrühen sollte niemals kochendes Wasser verwendet werden. Die ideale Wassertemperatur für das Handbrühen liegt bei 92 bis 96 °C. Wird das Wasser zu heiß, schmeckt der Kaffee schnell bitter. Bei einer Wassertemperatur unter 85 °C schmeckt der Kaffee sauer oder wässrig. Die Temperatur des Wassers hat einen wesentlichen Einfluss auf die Entfaltung der Aromastoffe. Von daher sollte das Wasser nach dem Aufkochen 1 Minute ruhen. Am besten wird das Wasser in ein anderes Gefäß gefüllt.

Das Verhältnis von Wasser und Kaffeemehl

Der frisch gemahlenen Kaffee geht in den Papierfilter oder in den Handfilter. Auf 500 ml Wasser kommen 32 g Kaffee. Bei der Dosierung sollte jeder nach seinem eigenen Geschmack vorgehen. Es lohnt sich, mit einer Feinwaage den Kaffee zu wiegen, um mehr über das Verhältnis von Wasser und Kaffee zu erfahren. Danach gilt es das Kaffeepulver mit Wasser anzufeuchten. Es sollte vollständig bedeckt sein. Anschließend muss der Kaffee 30 Sekunden quellen. In der Fachsprache ist vom Blooming – dem Aufblühen – des Kaffeemehls die Rede. Wenn keine Bläschen mehr aus dem heißen Wasser aufsteigen, sind alle Gase entwichen. Der gemahlene Kaffee saugt sich voller Wasser, das wirkt sich positiv auf die Extraktion aus.

Nach dem Aufblühen können Sie vorsichtig den Rest des Wassers aufgießen. Das passiert am besten langsam und in kreisenden Bewegungen. Bei einem mittleren Mahlgrad sollte der Kaffee in 3-4 Minuten fertig sein. Es kommt darauf an, wie schnell der Kaffee durch den Filter läuft. Danach ist der handgemahlenen Kaffee fertig. Nun kommt es auf den persönlichen Geschmackstest an, was besser schmeckt – handgemahlen oder aus der Maschine.