Haarausfall – was tun?

vor 5 Jahren in Service, Anzeige
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Abbildung 1: (c) Pezibea (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Eine lange Haarpracht – gerade Frauen macht Haarausfall besonders zu schaffen.

Haarausfall ist ein Problem, das immer wieder auftritt. Frauen und Männer leiden gleichermaßen darunter, wenn auch bei Frauen der Verlust des Haupthaares deutlich schwerer aufwiegt. Aber was ist Haarausfall überhaupt? Lässt sich der Verlust der Haare aufhalten und gibt es Mittel, die den Haarausfall tatsächlich stoppen können? Dieser Artikel beschäftigt sich näher mit dem Phänomen, unter dem laut bvz-info.de fast vierzig Prozent der Männer und zwanzig Prozent der Frauen leiden.

Wie entsteht Haarausfall?

Nicht jedes verlorene Haar deutet auf Haarausfall hin. Die Haarwurzeln durchlaufen verschiedene Phasen, bis das Haar nach dem Wachstum zum Stillstand kommt. Nach einigen Monaten fällt das nun leblose Haar aus und die Wurzel stößt neues Haarwachstum an. Daher ist es ganz natürlich, dass jedem Menschen am Tag ungefähr einhundert Haare ausfallen. Zugleich muss bei vielen Haaren in der Bürste oder in der Dusche unterschieden werden, ob die Haare ausgefallen oder abgebrochen sind.
Sollten tatsächlich vermehrt Haare ausfallen, deutet dies auf Haarverlust hin. Er kann verschiedene Ursachen haben. So verlieren Mütter nach der Schwangerschaft durch die Hormonumstellung vielfach Haare, andere Verlustformen deuten auf genetische Faktoren hin. Gerade Männer verlieren im Schläfenbereich mit dem Alter deutlich Haare. Grundsätzlich ist es sinnvoll, vermehrten Haarverlust vom Arzt abklären zu lassen. Im Rahmen der Untersuchung kann eruiert werden, ob es sich um

  • Genetisch bedingten Haarverlust
  • Hormonell bedingten Haarverlust
  • Mangelerscheinungen oder
  • krankhaft bedingten Haarverlust

handelt. Bei Männern gehen die Mediziner oftmals von dem anlagebedingten, also genetisch bedingten Haarverlust aus. Ein Hinweis besteht darin, dass die Haare insbesondere im Schläfenbereich ausfallen oder eine dünnere Struktur annehmen. Hinzu kommt die Glatzenbildung im Bereich des Hinterkopfs. Sind bereits andere Männer aus der Familie betroffen, liegt der Verdacht der genetischen Bedingung sehr nahe. Frauen können ebenfalls unter diesem Phänomen leiden, allerdings wird das Haar in der Regel nur lichter.
Problematisch ist der krankheitsbedingte Haarausfall, der als kreisrunder Haarverlust bekannt ist. Merkmale sind unter anderem kahle Stellen in Münzgröße, die eine runde Form annehmen. Warum diese Krankheit auftritt, ist bis heute noch nicht vollständig bekannt. Vermutlich steckt eine Immunerkrankung an dem Ausbruch. Am kreisrunden Haarausfall können sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene erkranken.

Präparate und Prävention gegen Haarverlust

Einige Formen des Haarausfalls können tatsächlich behandelt werden. Besonders hormonell bedingte Störungen lassen sich mit speziellen Präparaten aufhalten. Zudem gibt sich der Haarausfall wieder, wenn die Hormone im Körper erneut ins Lot kommen. Das ist insbesondere bei Schwangeren zu beobachten, die nach der Geburt unter Haarausfall leiden und ungefähr acht Monate nach der Geburt keinen Ausfall mehr beobachten. Zeigen die Blutwerte Mangelerscheinungen auf, lässt sich der Haarausfall ebenfalls durch die Behebung aufhalten. Gegen den genetisch bedingten Haarausfall ist jedoch bis heute kein Kraut gewachsen.
Die Pharmaindustrie hat jedoch einige Präparate entwickelt, die bei Haarausfall helfen. In erster Linie verhindern sie zwar nicht das Ausfallen der Haare, dienen aber dazu, dass die neuen Haare kräftiger sind und die Haarwurzeln besser durchblutet werden. Hierdurch wird der Haarwuchs angeregt und das Haar verbleibt länger am Kopf. Welches Medikament geeignet ist, muss jedoch der Arzt entscheiden.
Eine Behandlung von kreisrundem Haarausfall gibt es bislang nicht, zumal die Krankheit nach einigen Monaten häufig von selbst abklingt. Eine Möglichkeit besteht darin, die betroffenen Stellen mit Kortison zu behandeln. Vermuten die Ärzte, dass eine allergische Reaktion hinter dem Ausfall steht, können Mittel eine Allergie anregen, die wiederum das Immunsystem anstößt und von der Hauptursache ablenkt.
Da Haarausfall sehr unterschiedliche Gründe aufweisen kann, ist die Abklärung grundsätzlich anzuraten. Häufig ist der Ausfall nur ein Symptom einer anderen Erkrankung wie beispielsweise einer Schilddrüsenfunktionsstörung. Wichtig ist dabei, die Hauptursache zu behandeln und das Haar an sich zu stärken. Brechen die Haare zusätzlich ab und wirken dadurch immer dünner, sollte das Waschen eingeschränkt werden. Styling-Produkte, heiße Föhn-Luft und zu heißes Wasser während der Wäsche schwächen die Haare zusätzlich.

Haartransplantationen als Hilfe?

Wer unter starkem Haarausfall leidet, wünscht sich das ehemalige dichte Haar zurück. Eine Lösung kann eine Haartransplantation sein. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Entnahme und Einsatz einzelner Haarwurzeln
  • Entnahme und Einsatz ganzer Wurzelstränge

Die erste Variante sieht sehr natürlich aus, erfordert jedoch einen höheren Aufwand. Der Operateur entnimmt vom Hinterkopf einzelne Haarwurzeln und reichert sie mit einer speziellen Lösung an. Die aufbereiteten Haare werden nun in natürlicher Wuchsrichtung auf die kahle Stelle verpflanzt, wo sie nach wenigen Wochen eingewachsen sind und wieder normalen Haarwuchs ausbilden. Die Streifenmethode hingegen eignet sich für großflächigere Stellen. Der Operateur entnimmt einen größeren Haarstreifen und reichert ihn vor der Transplantation an.
Die Haartransplantation ist bei Männern und Frauen gleichermaßen möglich, kann jedoch nur unter speziellen Voraussetzungen erfolgen. Das entnommene Haar muss gesund sein und darf nicht dem Haarausfall unterliegen. Die Haarwurzeln müssen aktiv sein, die Durchblutung an der Stelle, an der die Wurzeln eingesetzt werden, muss gegeben sein.
Die Klinik, in der die Haartransplantation durchgeführt wird, sollte jedoch gezielt gewählt werden. Patienten ist anzuraten, zuerst ausführliche Gespräche mit den Ärzten zu führen, bevor sie sich für die Transplantation entscheiden. Anbieter wie http://www.haarklinikken.de setzen zudem auch auf Kombi-Ansätze, um die Haardichte der Patienten deutlich zu verbessern, indem nicht nur Eigenhaar transplantiert, sondern auch die Kopfhaut mit entsprechenden Produkten behandelt wird.


Wenn die Haare ausfallen – heute gibt es bereits Ansätze.

Haarausfall kann behoben werden

Die Haare fallen niemals grundlos aus. Häufig verbergen sich Grunderkrankungen hinter dem Haarverlust, deren Behebung den Ausfall in absehbarer Zeit stoppt. Andere Verlustarten sind genetisch bedingt und können nur unzureichend behandelt werden. Wer tatsächlich unter sich bildenden kahlen Stellen leidet oder noch sehr jung ist, sollte die Haartransplantation in Betracht ziehen. Die neuesten Methoden versprechen ein sehr natürliches und dauerhaftes Ergebnis. Allerdings müssen die transplantierten Haare auch gepflegt werden. Ständiges Stylen, Glätten oder Waschen schädigt die Haarstruktur im Allgemeinen. Was nützt eine gesunde Haarwurzel, wenn die Haare abbrechen? Die Stärkung des Haars sollte grundsätzlich mit in die Behandlung des Haarausfalls aufgenommen werden, nur so ist ein dauerhaft zufriedenstellendes Ergebnis garantiert.

Abbildung 2: (c) bykst (CC0-Lizenz)/ pixabay.com