Keine Box-Revanche Klitschko gegen Fury

vor 4 Jahren in Service, Anzeige
S. Hofschlaeger / pixelio.de

Wladimir Klitschko muss sich einen neuen Gegner suchen. Der Box-WM-Kampf, der im Oktober gegen den Briten Tyson Fury stattfinden sollte, ist bereits zum zweiten Mal vom Fury-Clan abgesagt worden. Warum der Rückkampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Fury und Klitschko abgesagt wurde, bleibt im Ungewissen.

Es gibt keine offiziellen Gründe von Trainer und Onkel Peter Fury, dem Onkel des Boxers. Zum einen ist die Rede von einer angeblichen Knöchelverletzung und zum anderen „mentalen Problemen“ und es wird gemutmaßt, dass Fury einer möglichen positiven Dopingprobe Fury entgehen will. In der englischen „Daily Mail“ wird Peter Fury über die psychischen und physischen Probleme des 28-jährigen zitiert: „Er war noch nie so weit unten. Er ist an einem Tiefpunkt angelangt und braucht Hilfe.“

Wladimir Klitschko wollte seinen verlorenen Titel zurück. Denn der entthronte Boxweltmeister hatte ihn im vergangenen November in einem sensationellen Kampf an Fury verloren. Ursprünglich sollte dieser Wettkampf bereits am 9. Juli im englischen Manchester stattfinden, aber Fury sagte offiziell wegen einer Verletzung am Knöchel ab. Zum Zeitpunkt der Absage kamen jedoch Dopinggerüchte gegen Fury auf, die sich später auch bestätigten: Der geplante Rückkampf wurde am gleichen Tag abgesagt, als die UKAD (britische Anti-Doping-Agentur) feststellte, dass Fury die Einnahme einer Dopingsubstanz nachgewiesen wurde und er deshalb vorläufig gesperrt ist.

Anscheinend liegt aber noch mehr im Argen des Tyson Fury. Laut Trainer Peter Fury sei Tyson nach seinem Triumpf gegen Klitschko nie richtig abgefeiert worden und nie den Respekt erhalten, den er verdient hätte. Ganz gegenteilig sei eine Hasskampagne gegen den britischen Boxer gestartet worden und die „absurden“ Vorwürfe wegen Dopings hätten das Fass zum Überlaufen gebracht.

Rund sechs Millionen Euro sollen für den Briten im Kampf gegen Klitschko drin gewesen sein. Um das Geld sei es aber nie gegangen, so Peter Fury. Es ging um die Gesundheit seines Schützlings. Tyson brauche eine Auszeit und er soll sich angeblich in psychologische Therapie begeben.

Für Wladimir Klitschko bedeutet das, dass er so schnell wie möglicht einen neuen Gegner suchen muss. Klitschko-Manager Bernd Bönte: „Er kann nicht länger warten, er ist fit, er ist bereit und er will boxen“. In den kommenden Wochen wollen WBA und WBO darüber entscheiden, ob Tyson Fury die Gürtel aberkannt werden und Wladimir Klitschko um die dann vakanten Titel boxen kann.

Einen nächsten Boxkampf wird es auf jeden Fall geben. Die Boxfreunde werden sich dann darüber freuen, weil sie wieder ihre Tipps auf den einen oder anderen Boxer mit Hilfe eines Wettscheins abgeben können. Die allermeisten Buchmacher akzeptieren Sportwetten per PayPal oder Kreditkarte, aber es gibt auch viele Wettanbieter mit Paysafecard.