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Landkreis Würzburg: SPD will Änderung bei Leerung der Gelben Tonne

vor 4 Monaten in Lokales
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Foto: Gabi Schoenemann_pixelio.de

Um Plastikmüll einzudämmen hat der Landkreis Würzburg von Gelben Säcken auf die Gelbe Tonne umgestellt. Laut der SPD-Kreistagsfraktion Würzburg-Land eine gute Sache - allerdings mit einem gewaltigen Haken. In einer Pressemitteilung kritisiert die Fraktion, dass die Gelbe Tonne nur alle vier Wochen geleert wird. Zum Vergleich: Der Gelbe Sack wurde alle zwei Wochen abgeholt. Gerade in Lockdown-Zeiten, in denen mehr Verpackungsmüll anfalle als sonst, sei das nicht der passende Weg.Die SPD-Kreistagsfraktion hat deshalb einen Antrag gestellt, nach dem die bestehenden Entsorgungsvereinbarungen noch einmal überprüft werden sollen. Es wäre zu begrüßen, den Bürgern bis zum Ende der Pandemie unkompliziert Gelbe Säcke zur Verfügung zu stellen, damit diese zusätzlich genutzt werden könnten. Außerdem beantragt die SPD, dass die Entsorgungsmöglichkeiten für Großverpackungen auf den Wertstoffhöfen im Landkreis überprüft werden. Aktuell darf solcher Müll dort nicht entsorgt werden, auch er muss in die Gelbe Tonne. Weiter heißt es in der Mitteilung, man begrüße darüber hinaus die Entwicklung eines Verpackungsvermeidungskonzepts.Das Kommunalunternehmen als öffentlicher Entsorger im Landkreis Würzburg erklärte auf Anfrage, man müsste abwarten, bis sich das neue System etabliert habe. Die Plastikmüllentsorgung durch den Gelben Sack wären die Bürger 30 Jahre gewohnt gewesen, das müsse sich erst umstellen. Nach sechs bis acht Wochen eine Bilanz zu ziehen, sei zu früh. Zudem seien auch die aktuellen Umstände durch die Pandemie aktuell ungewöhnlich.