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Fuchsstadt: Nach Biomasseflut – Polizei prüft Zusammenhang zu Brandstiftung im Sommer

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vor 3 Monaten in Lokales
fuchsstaedter bach nach guelle auslauf
Foto: Funkhaus Würzburg

Ist die Biogasanlage in Fuchsstadt zum zweiten Mal Ziel von Sabotage geworden?

Derzeit laufen Ermittlungen der Polizei gegen einen 33-Jährigen, der möglicherweise für den Austritt von rund einer Million Litern pflanzlicher Gärreste verantwortlich ist. Dabei prüfen die Beamten auch einen möglichen Zusammenhang zu einem Brand im Sommer letzten Jahres.

Möglicher Zusammenhang mit Brandstiftung

Wie die Polizei gegenüber der Redaktion bestätigt, gab es in der Nacht auf den 05.07.21 einen Brand in der gleichen Biogasanlage. Die Kripo hatte damals Hinweise auf Bandstiftung feststellen können. Ein Tatverdächtiger konnte aber nicht ermittelt werden, weswegen der Fall gegen „Unbekannt“ zur Staatsanwaltschaft ging.

In der Nacht auf Dienstag sind bei einem Biomassetank zwei Luken, die eigentlich zum Befüllen von Düngeanhängern gedacht sind, geöffnet worden. Dadurch sind rund 1.000 Kubikmeter der pflanzlichen Düngemasse ausgelaufen und in den Fuchsstädter Bach geflossen.

Reinigungsarbeiten laufen

Feuerwehr, THW und Wasserwirtschaftsamt arbeiten aktuell daran, die Verunreinigungen aus dem Bach zu bekommen. Nach Würzburg sind die Gärreste nicht geflossen. Gärreste sind im Gegensatz zu Gülle bereits ausgefault und haben einen höheren Wasseranteil. Sie werden häufig als Düngemittel eingesetzt.

Welche Folgen der Vorfall für das Grundwasser hat ist noch nicht klar, bis der Bach sich davon erholt, dauert es nach Schätzungen des Wasserwirtschaftsamts ein bis zwei Jahre.