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Giebelstadt: Bürgermeister frustriert über Planungsstopp der Ortsumgehung

vor 23 Tagen in Lokales
Die abgelehnte Planung für die Ortsumgehung Giebelstadt
Foto: Staatliches Bauamt Würzburg

Die Enttäuschung in Giebelstadt ist riesig – die Regierung von Unterfranken hatte am Mittwoch die Planungen für die Ortsumgehung gestoppt. Bürgermeister Helmut Krämer zeigt sich frustriert: seit zwei Jahrzehnten hätten die Bürger um eine Verkehrsentlastung gekämpft.

Krämer geht davon aus, dass es keine Alternative zu der bisher geplanten Ortsumfahrung gebe - deswegen sei das Thema vom Tisch. Neue Planungen würden erneut 15 bis 20 Jahre in Anspruch nehmen.

Für die Bürger vor Ort sei die Entscheidung eine Katastrophe, so Krämer, die Regierung lasse die Menschen im Stich. Denn die Belastung durch den Verkehr sei enorm. Zwischen 11.000 und 12.000 Autos rollen jeden Tag durch Giebelstadt.

Die nächste Schritte würden im Gespräch zwischen dem staatlichen Bauamt und dem Bund geklärt, Giebelstadt hier außen vor zu lassen sei ein Unding, so der Bürgermeister.

Auch der Würzburger Landrat Thomas Eberth bedauert die Entscheidung der Regierung. Er sehe die Abwägung zwischen Mensch und Natur als misslungen.

Die Ortsumgehung hätte im Westen von Giebelstadt vorbeiführen sollen. Eine erhebliche Beeinträchtigung des dortigen Vogelschutzgebietes könne aber nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, hatte die Regierung mitgeteilt. Damit könne die geplante Trasse nicht genehmigt werden.