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Kitzingen: Telefonbetrüger machen Beute – Zeugen gesucht

vor einem Monat in Lokales
Ein schwarzes Telefon
Foto: pixelio.de

In Kitzingen haben Telefonbetrüger mehrere tausend Euro bei einer Rentnerin erbeutet. Die Kripo sucht jetzt nach Zeugen, denen am Freitagabend etwas Verdächtiges aufgefallen ist. Die Unbekannten gaukelten der Frau am Telefon vor, ihre Tochter sei schwer verletzt im Krankenhaus. Es müssten zuerst hohe Kosten beglichen werden, bevor die Behandlung möglich sei. Ein Mann holte dann bei der Rentnerin in der Paul-Eber-Straße Geld und Wertsachen ab – das war gegen 22:45 Uhr. Er konnte in unbekannte Richtung flüchten.

Wer Hinweise hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden unter der Nummer 0931 / 457-1732.

Die Polizei weist noch mal auf ihre Kampagne „Leg‘ auf!“ hin. Das Ziel dieser Kampagne ist, insbesondere ältere Menschen und ihre Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ und „Schockanrufe“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die Betrüger passen ihre Vorgehensweise auch aktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen an. So geben sie sich auch als Ärzte oder Ärztinnen aus, die angeblich schwer an Covid-19 erkrankte Verwandte behandeln. Zur Behandlung benötige man ein Medikament aus dem Ausland. Das sei entweder sehr teuer und müsse schnell bezahlt werden oder aber die Kosten für den schnellen Transport müssten von den Angerufenen in Vorkasse übernommen werden.

So verhalten Sie sich richtig:

• Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.

• Ärzte oder Ärztinnen verlangen keine Vorleistungen in Barmitteln oder sonstigen Wertgegenständen, um einem akut kranken Menschen zu helfen, insbesondere nicht bei einer Betreuung auf einer Intensivstation.

• Wichtige Daten von Personalausweisen und Reisepässen niemals am Telefon übermitteln! Die Polizei oder auch andere Behörden erfragen solche Daten nicht telefonisch bei Ihnen.

• Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!

• Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!

• Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!

• Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!