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Landkreis Würzburg: Rehkitzretter verhindern Tod durch Mäharbeiten von mehr als 60 Tieren

vor 26 Tagen in Lokales
Reh im gras

Mehr als 60 Tiere konnten dieses Jahr im Landkreis Würzburg vor dem sicheren Tod durch Mäharbeiten bewahrt werden. Ein Team von Rehkitzrettern hatte an 17 Einsatztagen Wiesen und Felder vor dem Einsatz der Erntemaschinen mit Hilfe von Drohnen abgesucht. So konnten 53 Rehkitze, vier Junghasen und einige Fasanengelege in Sicherheit gebracht werden. Und das ist eine sehr gute Bilanz: In diesem Jahr wurden mehr Tiere gerettet als in den letzten beiden Jahren zusammen. Außerdem gibt es gute Nachrichten von den Landwirten: Kein Kitz ist 2021 im Landkreis bei den Mäharbeiten ums Leben gekommen.

Das Team der Rehkitzretterinnen und -retter wurde 2019 durch die Kreisgruppe Würzburg des Bayerischen Jagdverbandes ins Leben gerufen. In mehr als 250 Stunden freiwilliger Arbeit haben sie während ihrer Rettungseinsätze mehrere hundert Hektar Mähflächen abgesucht.

Rehkitze sind keine Nestflüchter. Das bedeutet, dass sie sich instinktiv auf ihre natürliche Tarnung verlassen. Deswegen fliehen sie nicht vor Gefahr, sondern verharren in ihrem vermeintlich sicheren Versteck in Wiesen und Feldern. So kommen jährlich viele Kitze durch Mähmaschinen ums Leben.