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London/Würzburg: Corona-Medikament in Großbritannien zugelassen

vor 28 Tagen in Lokales
Ein Haufen gelber Medikamente-Kapseln
Foto: pixabay.com

Die Universität Würzburg hat bei der Zulassung eines Corona-Medikaments mitgewirkt. Das Mittel „Molnupiravir“ sollte eigentlich ein Wirkstoff gegen Grippe werden – am Donnerstag hat es Großbritannien als erstes Land weltweit als Tablette gegen Corona zugelassen. Denn: Das Mittel verspricht eine hohe Wirksamkeit gegen Corona. Wie berichtet, hatten Forscher der Universität Würzburg gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut bereits im Sommer herausgefunden, wie das Medikament aus den USA gegen Corona wirkt. Das Medikament bremst die Vermehrung des Virus aus. Dabei schleust das Mittel RNA-Bausteine in das Erbgut des Coronavirus ein. Wird das Erbgut dann weiter vermehrt, entstehen fehlerhafte RNA-Kopien, so die Uni Würzburg. Das Virus kann sich dann nicht mehr ausbreiten. Das Medikament wird geschluckt – im Stoffwechsel wird das Mittel schließlich aktiviert. Daneben könnte der Wirkstoff auch bei der Bekämpfung anderer Viren helfen.

Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft aktuell die Zulassung des Medikaments. Daneben wurde ebenfalls in den USA ein Zulassungsverfahren für das Mittel eingeleitet.