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Mainfranken: Corona-Impfstoff in Kitzingen weggeworfen worden

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vor einem Monat in Lokales
Eine Darstellung des Coronavirus in rot
Symbolbild: pixabay.com

Lange war zu wenige Corona-Impfstoff da, jetzt staut er sich in den Kühlschränken in Mainfrankens Impfzentren. Der Grund: Viele sind geimpft, die Nachfrage ist gering. Im Landkreis Kitzingen mussten deshalb vergangene Woche erstmals 100 Impfdosen verworfen werden. Das hat das Landratsamt auf Anfrage erklärt. Die Bestellungen seien dort aber bereits angepasst worden, sobald klar war, dass die Impfnachfrage sinkt, erklärte die Behörde. Auch sei mit einem anderen Impfzentrum ausgetauscht worden, um Wegwerfen zu vermeiden.

In Würzburgs und Main-Spessarts Impfzentren ist noch kein Corona-Impfstoff verworfen worden. Das erklärten die Zuständigen. In den Impfzentren in Würzburg und Giebelstadt lagern aktuell etwa 15.000 Impfdosen, vor allem von Biontech/Pfizer und Moderna. Viel mehr als vor ein paar Wochen sei das nicht, erklärte Quirin Zednik, Projektleiter in den Würzburger Zentren. Der Grund: Auch hier seien die Bestellungen angepasst und vergangene und diese Woche kein Impfstoff nachbestellt worden. Kritsch würde es erst Mitte August. So lange könnten einzelne Dosen noch in Würzburg lagern. Um ihr Wegwerfen zu verhindern, würden diese vorrangig verimpft. Quirin Zednik plädiert außerdem für niedrige Impfschwellen – etwa durch die Mittagspausen-Impfungen. Auch soll es bald Angebote direkt in einzelnen Gemeinden geben. Im Landkreis Main-Spessart gibt es diese schon. Impfstoff droht dort nach Angaben des Landratsamts dort noch nicht zu verfallen. Er sei teilweise haltbar bis Anfang August, Ende September und Ende Oktober. Aber auch hier gelte die Devise, was zuerst ablaufen könnte, werde zuerst verimpft, erklärte das Landratsamt.