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Mainfranken: Dritter Bahn-Streik - trotz Bahn-Angebot

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vor 20 Tagen in Lokales
Ein leeres Gleis am Hauptbahnhof Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Trotz eines neuen Angebotes der Deutschen Bahn hat der Streik der Lokführergewerkschaft GDL im Personenverkehr begonnen. Der Streik sei planmäßig um 2 Uhr angelaufen, teilte die Gewerkschaft mit. Damit müssen sich Pendler und Reisende bis Dienstagmorgen auf starke Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen.

In Würzburg fällt rund die Hälfte aller Fahrten aus

Laut dem Reiseinformationssystem der Bahn fällt am Würzburger Hauptbahnhof aktuell etwa jede zweite Verbindung aus. Das betrifft sowohl Fern- als auch Regionalverbindungen. Die Fahrten die dennoch stattfinden sind von Einschränkungen betroffen: So fahren die Züge verspätet oder bedienen nicht die komplette Strecke.

Überwiegend Urlaubsreisende gestrandet - Händler genervt

Großes Chaos ist - wie auch bei den beiden vorangegangenen Streiks - ausgeblieben. Wenn Personen am Würzburger Hauptbahnhof gestrandet sind, waren es überwiegend Urlaubsreisende. Bahn-Pendler hatten genug Zeit, um sich auf den Streik einzustellen. Allerdings zeigen sich Händler innerhalb des Bahnhofs teilweise genervt. Sie hätten teils erhebliche Umsatzeinbußen durch fehlende Fahrgäste.

GDL bezeichnet Angebot als unzureichend

Noch am Mittwochabend hatte die Bahn der Lokführergewerkschaft ein neues Angebot vorgelegt. Dies richtet sich nach den wesentlichen Forderungen der GDL und beinhaltet eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent und eine Corona-Prämie. Streitpunkt ist nun offensichtlich noch die Laufzeit: Die Bahn hat nach anfänglich 40 Monaten nun 36 Monate angeboten. GDL-Chef Weselksy fordert eine Laufzeit von 28 Monaten.

Informationen für Bahnkunden

Die Deutsche Bahn versucht die Folgen für die Bahnkunden zu dämpfen und hat einen Ersatzfahrplan aufgestellt. Geplant ist, dass jeder vierte Fernzug trotz des Streiks fahren kann. Reisende können zudem Fahrkarten für den Streikzeitraum flexibel nutzen (auch bei Zugbindung) oder bis zum 17. September verschieben. Auch eine Erstattung ist möglich.

Wer auf seinen Zug angewiesen ist und nicht umplanen kann, sollte auf jeden Fall einen Sitzplatz reservieren. Die Mitnahme von Fahrrädern in der Bahn ist nur möglich, wenn dafür bereits ein Ticket gekauft ist. Wer bereits ein Fahrradticket für einen ausgefallenen Zug gekauft hat, bekommt von der Bahn wieder einen kostenlosen Fahrradversand per DB Gepäckservice angeboten.

Weitere Informationen zu Bahnreisen während des GDL-Streiks gibt es unter www.bahn.de/sonderkulanz.

Die Bahn bietet wieder einen Ersatzfahrplan an. Infos gibt es auch in der App DB Navigator oder über die kostenlose Streikhotline 08000 99 66 33.