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Mainfranken: IHK begrüßt neues Fachkräfte-Einwanderungsgesetz

10.07.2023, 16:30 Uhr in Lokales
Das Logo der Industrie- und Handelskammer IHK in Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Fachkräfte aus dem Ausland sollen künftig schneller und unbürokratischer in Deutschland arbeiten können – und damit auch bei uns in der Region. Das hat der Bundesrat am Freitag beschlossen. Laut der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt sei das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Denn: In der Region fehlen in so gut wie allen Branchen Fachkräfte. Durch die unbesetzten Stellen gehen in Mainfranken jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro verloren, so die IHK. Die Zuwanderung von Arbeitskräften sei ein zentraler Baustein, ohne den die mainfränkische Wirtschaft die Fachkräftelücke nicht schließen könne.

Und dennoch: Von einem modernen Einwanderungsland seien wir noch meilenweit entfernt, so die IHK. Es müsse weiter an einer Willkommenskultur gearbeitet werden. Englisch müsse in vielen Behörden zur zweiten Standardsprache werden, um Missverständnisse in der Kommunikation und damit Verfahrensverzögerungen zu vermeiden. Außerdem müssten die Verfahren weiter digitalisiert werden.

Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Mit dem neuen Gesetz will die Bundesregierung gegen den Fachkräftemangel vorgehen. Wer zwei Jahre Berufserfahrung und einen Abschluss in seinem Heimatland hat, kann als Fachkraft nach Deutschland kommen.

Vorgesehen ist eine sogenannte Chancenkarte. Die bekommen die Arbeitswilligen je nach Berufserfahrung, Sprachkenntnis, Alter und Deutschland-Bezug. Die Chancenkarte soll dann als Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr dienen und erlaubt den Inhabern in Deutschland nach Arbeit zu suchen.