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Mainfranken: Region bereitet sich auf die Aufnahme Geflüchteter vor

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vor 2 Monaten in Lokales
Ein Kind sieht die Schrecken des Krieges
Foto: Pixabay.com

Nach dem von Putin veranlassten Angriffskrieg auf die Ukraine fliehen derzeit viele Menschen, vor allem Frauen und Kinder, aus dem Land. Die Stadt Würzburg und die Landkreise Würzburg und Main-Spessart bereiten sich deshalb darauf vor, einen Teil dieser Menschen aufzunehmen.

Würzburg greift auf erprobtes Netzwerk zurück

Und auch die Stadt Würzburg bereitet sich seit Donnerstag darauf vor, Menschen aufzunehmen. Dafür greift sie auf das Netzwerk und die Freiwilligen zurück, die sich bereits 2015 um Koordinierung und Aufnahme von Geflüchteten gekümmert haben.

Die Stadt Würzburg sei dankbar, auf ein großes und funktionierendes Netzwerk zurückgreifen können, das in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde. Ein wichtiger Bestandteil seien hierbei Netztwerkpartner:innen, aber auch eigene kommunale Strukturen wie das Integrations- und Beratungsangebot in der Flüchtlingsunterkunft „Reuterhaus“", so Sozialreferentin Hülya Düber.

Landkreis Würzburg gründet Koordinierungs-Gruppe

Das Landratsamt hat jetzt eine Lenkungsgruppe gegründet, die eine mögliche Aufnahme von Geflüchteten koordinieren soll. Geleitet wird diese derzeit von Regierungsrätin Nina Opfermann und Paul Justice, der auch schon weitreichende Erfahrungen in der Aufnahme von Geflüchteten 2015 sammeln konnte.

Teil der Arbeitsgruppe ist außerdem das Ordnungs- und Gesundheitsamt, die Asylbetreuung, die Pressestelle sowie der Kreisbrandrat. Eine zentrale Rolle bei der Krisenbewältigung spielen, laut Landrat Thomas Eberth, die Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und das THW, die aktuell ihre Konzepte aktualisieren, Lager auffüllen und ihre Helferinnen und Helfer für den Einsatzfall vorbereiten.

Schnell und unbürokratisch helfen

Im Landkreis Main-Spessart hat am Montag eine Koordinierungsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. „Wir möchten Menschen aus der Ukraine, die in unseren Landkreis kommen schnell und unbürokratisch mit einer Unterkunft und weiterer Unterstützung zur Seite stehen“, so Landrätin Sabine Sitter.

Ziel sei es Notunterkünfte vorzubereiten und Hilfsangebote zu koordinieren. Die einzelnen Behörden, Kommunen und Hilfsorganisationen arbeiten dabei eng zusammen. Am Dienstag finden entsprechende Koordinierungsgespräche statt, auch mit der Regierung.

Menschen bieten Wohnraum an

Schon jetzt hätten sich Landkreisbürger gemeldet, die Wohnungen für die Kriegsflüchtlinge zur Verfügung stellen möchten. Um die Angebote gezielt zu sammeln, wurde im Landratsamt eine Mailadresse eingerichtet, unter [email protected] können Wohnungsangebote gemeldet werden.

Zur schnellen Zuordnung wird gebeten den Betreff „Ukraine Wohnungsangebot“ zu verwenden und die relevanten Daten - Größe, Adresse, Ausstattung, mögliche Zahl der Personen und Kontaktdaten - anzugeben.

Sobald konkreter Bedarf besteht, wird sich das Landratsamt mit den Anbietern in Verbindung setzen und das Vorgehen abstimmen. Um die zuständigen Mitarbeiter zu entlasten, bittet das Landratsamt von telefonischen Rückfragen abzusehen.