Anzeige

München/Mainfranken: Kabinett will Corona-Regeln verschärfen

vor einem Monat in Lokales
Markus Söder Politiker CSU Bayern - pixabay.com
Foto: pixabay.com

Bayernweit und auch in Mainfranken steigen die Sieben-Tage-Inzidenzen immer weiter an. Deswegen will das bayerische Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder die Corona-Maßnahmen wieder verschärfen. Am Mittwoch findet eine Sondersitzung statt – dabei könnten unter anderem folgende Punkte behandelt werden:

Demnach könnte die Maskenpflicht im Unterricht nach den Herbstferien wieder eingeführt werden. Bislang konnte die Maske am Platz abgenommen werden – auch wenn der Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht eingehalten werden konnte.

Daneben könnte die Krankenhaus-Ampel überarbeitet werden. Das bedeutet, dass sie auf einzelne Regionen und nicht nur bayernweit angewandt werden soll. Hintergrund ist, dass in einigen Regionen die Krankenhäuser bereits überlastet sind – in anderen wiederum nicht. Bislang gilt: Bei 600 Corona-Intensiv-Patienten schaltet sich die Ampel auf rot – und zwar in ganz Bayern. Aktuell liegen bayernweit rund 460 Corona-Patienten auf der Intensivstation. Die Krankenhausampel zeigt an, wie belastet Krankenhäuser und Intensivstationen mit Corona-Fällen sind.

Außerdem könnte es für Ungeimpfte weitere Einschränkungen geben. Denn: Die 3G-Regel soll weiter verschärft werden. In den Bereichen, in denen aktuell 3G gilt (wie beispielsweise in der Gastronomie), könnte künftig 3G Plus gelten. Das bedeutet, dass Ungeimpfte einen negativen PCR-Test brauchen. Daneben sollen die Bereiche, in denen aktuell 3G Plus gilt (wie beispielsweise Clubs und Diskotheken) auf 2G umgestellt werden. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Ob diese Regelung künftig bayernweit oder nur in Hotspot-Regionen gelten soll, ist offen.

Unterdessen fordert Ministerpräsident Markus Söder in der „Bild am Sonntag“ ein zeitnahes Bund-Länder-Treffen. Dabei sollen auch Drittimpfungen thematisiert werden – für alle. Am Montag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Länder dazu aufgefordert, die regionalen Impfzentren wieder hochzufahren.