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Schweinfurt: Polizei hindert nicht angemeldete Corona-Demo am Weiterziehen

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vor 24 Tagen in Lokales
Die Corona-Demo in Schweinfurt am 2. Januar
Archivfoto vom 2. Januar 2022: Radio Primaton

Bei einer erneuten Demo gegen die Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht in Schweinfurt, ist es am Sonntagabend friedlich geblieben. Dennoch musste die Polizei mehrfach einschreiten. Gegen rund 200 Personen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Demo versuchte sich aufzusplitten - Polizei stoppte

Es war das eingetreten, was die Polizei im Vorfeld erwartet hatte: Die Menschen, die sich versammelt hatten, hatten auch versucht als Demozug durch die Stadt zu ziehen. Dies hatte die Stadt Schweinfurt jedoch zuvor durch eine Allgemeinverfügung verboten - die Demo hätte nur an einem Ort stattfinden dürfen. Immer wieder setzten sich kleinere Menschengruppen in Bewegung. Die Polizei riegelte die Laufwege ab und nahm die Personalien von 200 Personen auf. Sie erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Es sind Bußgelder bis 3.000 Euro möglich.

Polizei stellt sechs Messer sicher

Im Rahmen der Kontrollen fand die Polizei bei sechs Teilnehmern Messer. Gegen sie wird ein Strafverfahren eingeleitet, da die Mitnahme von Waffen bei Demonstrationen verboten ist. Besonders kritisch sieht die Polizei die Funde auch deshalb, weil es im Vorfeld der Demo in Messenger-Diensten offene Aufrufe zu Messerangriffen auf die Polizei gab.

Beschimpfungen aber keine Übergriffe auf die Polizei

Im Laufe der Demonstration gab es immer wieder auch Beschimpfungen gegen Polizeibeamte, gewalttätige Übergriffe gab es diesmal aber nicht.

Wie berichtet war es in den letzten Wochen und auch am zweiten Weihnachtsfeiertag bei sogenannten „Corona-Spaziergängen“ zu Ausschreitungen gekommen. Dabei war am 26.12. auch ein vierjähriges Kind durch Pfefferspray der Polizei verletzt worden. Die Polizei hatte das Pfefferspray eingesetzt, als die Mutter zusammen mit einer Menschengruppe eine Polizeiabsperrung durchbrechen wollte.

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