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Stadt Würzburg: Stadt verbietet Donau-Lied

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vor einem Monat in Lokales
Das Rathaus in Würzburg mit Innenhof
Foto: Funkhaus Würzburg

Auch in Würzburg wird das Donau-Lied künftig nicht mehr zu hören sein. Die Stadt hat sich der entsprechenden Kampagne angeschlossen. Das hat die SPD-Stadtratsfraktion jetzt mitgeteilt. Vor Monaten sei darüber aber auch schon im Rathaus gesprochen worden, erklärte das auf Nachfrage. Hintergrund ist demnach, dass das Lied sowohl sexistische Inhalte hat - es beschreibt die Vergewaltigung einer schlafenden Frau. Bereits vor Jahren hat die Stadt nach eigenen Angaben eine Absprache mit Festwirten getroffen, dass sexistische und rassistische Lieder nicht mehr gespielt werden. Nun soll das auch schriftlich festgehalten werden, hieß es.

Ursprünglich hatte eine Studentin in Passau die Anti-Donaulied-Kampagne initiiert. Eine Online-Petition hatte über 36.000 Zustimmer in ganz Deutschland gefunden. Die Initiatoren stört an dem Lied die verharmlosende Darstellung der Vergewaltigung eines Mädchens.

In einer weit verbreiteten Version des Donauliedes heißt es: "Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala" oder "Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala, für mich war es schön und für dich sicher auch, Ohohoholalala".