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Unterfranken: Debatte um Cannabis-Legalisierung nimmt Fahrt auf

vor 3 Tagen in Lokales
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Foto: Pixabay

Ob Cannabis legalisiert werden soll – das wird derzeit im Rahmen der Sondierungsgespräche in Berlin diskutiert. Auch in der Region führt dieses Thema zu Diskussionen. Die Meinungen zwischen Politik und Polizei sind gespalten.

Die unterfränkische Grünen-Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann ist für die Legalisierung von Cannabis. Sie selbst habe eigentlich immer geglaubt, dass Cannabis schneller legalisiert werde, als Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie schaffen würde.

Auch Andrew Ullmann, Bundestagsmitglied der FDP aus Würzburg, stimmt einer Legalisierung von Cannabis zu. Er sei dabei für eine legale und kontrollierte Abgabe an Erwachsene in lizenzierten Geschäften.

Der SPD-Vorsitzende Bernd Rützel hingegen spricht sich nicht explizit für eine Legalisierung aus. Dennoch bringt er zum Ausdruck, dass dies kein Ausschlusskriterium für eine Regierungsbildung sei. In der SPD seien immer mehr Stimmen gegenüber einer Legalisierung offen.

Polizei spricht sich gegen Legalisierung aus

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) lehnen hingegen eine Legalisierung von Cannabis ab. Beide Gewerkschaften teilen die Befürchtung, dass eine Legalisierung beispielsweise zu mehr Autofahrten unter Drogeneinfluss führen würde. Daher bezweifeln sie ebenfalls, dass die Legalisierung die Arbeit der Polizei erleichtern würde.

Im vergangenen Jahr gab es in Unterfranken rund 3.200 Drogendelikte im Zusammenhang mit Cannabis.