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Unterfranken: Drogenschmuggler-Trio dingfest gemacht

vor 4 Monaten in Lokales
Cannabis/Marihuana liegen auf einem Tisch - Drogen sichergestellt
Foto: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Drei Drogenschmuggler haben monatelang Geschäfte aus einer Suchtklinik und einem Gefängnis in Unterfranken heraus gemacht. Laut dem Zollfahndungsamt München hatten die Männer ein Kundenkonto der Post gehackt. Sie ließen die Drogen an Packstationen liefern – darunter ist auch eine in Lohr. Handlanger holten die Waren dann ab und verteilten sie weiter, das Geld zahlten sie auf die Konten der Hinterleute ein. Die drei potentiellen Drahtzieher hatten Handys in die Anstalten geschmuggelt und waren von vergangenem September bis Ende März aktiv.

Drogen-Großbrief mit Ziel Lohr brachte Ermittlungen ins Rollen
Die Zollfahnder kamen ihnen auf die Spur, weil bei einer Poststelle ein Großbrief mit einem Kilogramm Amphetamin entdeckt wurde – er sollte nach Lohr. Die Fahnder konnten daraufhin fast ein Dutzend Lieferungen aus dem Verkehr ziehen. Zwei mutmaßliche Handlanger wurden festgenommen, die die Pakete an Packstationen abholen wollten.

Insgesamt beschlagnahmten die Zollfahnder mehr als 5 Kilogramm Amphetamin, 240 Gramm Ecstasy und ein halbes Kilo Haschisch. Die beiden Männer, die aus der Suchtklinik operierten, kamen in zwei Gefängnisse. Auch der dritte Schmuggler wurde an einem anderen Standort verlegt.