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Unterfranken: Finanzielle Probleme wichtiges Thema in Caritas Beratungsstellen

04.01.2024, 05:45 Uhr in Lokales
Geldbeutel Inflation
Foto: pixabay.com

Wer bei den Beratungsstellen der Caritas in Unterfranken Hilfe sucht, der hat vor allem finanzielle Schwierigkeiten. Mehr als die Hälfte der Gespräche dreht sich um konkrete finanzielle Notlagen und Armut, zeigt eine Auswertung der Caritas für Unterfranken. So gehe es oft darum, dass Rechnungen oder Schulden nicht bezahlt werden können oder kein Geld für dringend benötigte Anschaffungen da ist.

Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Preise für Miete, Energie und Lebensmittel würden die Probleme von armutsgefährdeten Menschen noch einmal zusätzlich verschärfen. Fast 80 Prozent der Ratsuchenden haben bei der unterfränkischen Caritas demnach angegeben, dass sie sich wegen Inflation und Preissteigerungen in ihrem Lebensstandard zunehmend einschränken müssen.

Ein weiteres Problem das vielfach geschildert wird: Trotz Arbeit reicht das Geld zum Leben nicht aus. In einem Drittel aller Beratungsfälle müsse der Staat das Gehalt der Betroffenen aufstocken. Dazu kommen rund 15 Prozent an Rentnern, die nur mit staatlichem Zuschuss überhaupt die Grundsicherung erreichen.

Zudem haben sich in den letzten Jahren zwei weitere Tendenzen feststellen lassen: immer mehr Ratsuchende sind weiblich, ihr Anteil macht inzwischen knapp zwei Drittel aller Fälle aus. Außerdem werden die Betroffenen immer älter: mehr als ein Viertel ist inzwischen über 60 Jahre alt.

Die Beratungsstellen der Caritas sind zu 100 Prozent selbst finanziert. Die Nachfrage nach Beratungen zeige, wie wichtig sie gerade für erste Hilfe in allen Lebenslagen seien.

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