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Unterfranken: Über 80 Ortskräfte aus Afghanistan bereits aufgenommen

vor 15 Tagen in Lokales
Die afghanistan flagge
Foto: pixabay.com

In Unterfranken sind bereits 82 Ortskräfte aus Afghanistan aufgenommen worden. Sie leben in neun Übergangswohnheimen – unter anderem in Gemünden, Zellingen und Schweinfurt. Daneben sind rund 20 weitere Plätze für Schutzsuchende reserviert. Die Ortskräfte werden nach einem Schlüssel bundesweit verteilt – knapp ein Siebtel geht nach Bayern.

Die Stadt Würzburg hatte Mitte August erklärt, afghanische Ortskräfte aufnehmen zu wollen. Sie ist Teil des bundesweiten Bündnisses „Sichere Häfen“, das sich der humanitären Hilfe verpflichtet hat. Bislang sind in den über 100 „Sichere Häfen“-Städten allerdings noch keine Geflüchteten untergebracht worden.

Unter Ortskräften versteht man Afghanen, die den deutschen Soldaten oder deutschen Organisationen bei ihrem Einsatz geholfen haben, zum Beispiel als Dolmetscher. Die Ortskräfte haben einen anderen Status als Flüchtlinge. Sie reisen mit einem Visum nach Deutschland ein oder erhalten es hier. Sie haben damit ein befristetes Aufenthaltsrecht und dürfen hier arbeiten und in Privatwohnungen leben.