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Würzburg: Bewährungsstrafen für Missbrauch der Tochter

Topnews
08.02.2024, 11:06 Uhr in Lokales
Der Gerichtssaal im Justizzentrum Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Sie hat ihre damals siebenjährige Tochter missbraucht, die Tat gefilmt und die Videos weiterverbreitet – dafür hat das Würzburger Landgericht eine 37-Jährige zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Ihr damaliger Lebensgefährte, der die Videos erhalten und weiterverschickt hatte, wurde zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Für beide wurde die Bewährung auf drei Jahre festgelegt, während dieser Zeit müssen sich beide an Auflagen halten.

Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte es auf Wunsch der beiden Verteidiger hin eine Verständigung zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft gegeben. Darin wurden, im Gegenzug für ein Geständnis, die Bewährungsstrafen in Aussicht gestellt.

Das Gericht begründet die Höhe des Urteils aber vor allem mit der verminderten Straffähigkeit der beiden Angeklagten. Gutachter hatten bei ihnen Intelligenzminderung aufgrund einer Erkrankung festgestellt.

Auch ohne die Verständigung sei, aufgrund der im Gutachten festgestellten verminderten Schuldfähigkeit, das Urteil für die beiden in ähnlicher Höhe zu erwarten gewesen.

Das Kind lebt mittlerweile nicht mehr bei der Mutter, es besteht auch kein Kontakt.

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