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Würzburg: Ein Jahr Nachtkonzept in der Innenstadt

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01.08.2023, 05:16 Uhr in Lokales
Eine überquellende Mülltonne am Mainufer in Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Mehr Ruhe, weniger Müll und weniger Fäkalien – seit einem Jahr gibt es das Nachtkonzept in Würzburg, um genau dafür zu sorgen.

Die meisten Probleme habe die Stadt so in den Griff bekommen, so Uwe Zimmermann vom Ordnungsamt der Stadt. Die Anwohner beschweren sich deutlich weniger.

Gerade am Mainufer sei es ruhiger geworden, die Menschen nehmen die eingerichtete Feierzone „Stadtterrasse“ gut an. Zwischen der Konrad-Adenauer-Brücke und dem Graf-Luckner-Weiher gibt es neue Sitzgelegenheiten, hier darf auch mit lauter Musik gefeiert werden.

Wildpinkler in der Sanderstraße

Probleme gebe es aber weiterhin in der Sanderstraße – und zwar mit Wildpinklern. Mehr als 50-mal musste der Ordnungsdienst seit Oktober deswegen ein Verwarnungsgeld von 55 Euro ausstellen. Auch Erbrochenes sei keine Seltenheit.

Um dagegen vorzugehen, plant die Stadt jetzt unter anderem die öffentlichen Toiletten in der Augustinerstraße umzubauen. Auch die Toiletten am Ende der Sanderstraße wurden neu beleuchtet. Daneben lassen die Bars und Kneipen auch diejenigen aufs Klo, die eigentlich keine Gäste sind.

Was ist das Nachtkonzept?

Das Nachtkonzept in Würzburg gilt seit einem Jahr. Ziel ist es, die Müll- und Lärmbelästigung an beliebten Partyhotspots, die in der Nähe von Wohnungen und Häusern liegen, zu reduzieren. Dafür sind am Wochenende sogenannte Mediatoren sowie Polizei und Ordnungsdienst unterwegs, um mit den Feiernden zu sprechen. Daneben gibt es auch selbstorganisierte Gruppen, die am nächsten Morgen Müll und Erbrochenes beseitigen.