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Würzburg/Eisenheim: Urteil im Fall Theresa ist rechtskräftig

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vor einem Monat in Lokales
Das Justizzentrum in Würzburg von vorne
Foto: Funkhaus Würzburg

Das Urteil im Theresa-Prozess ist rechtskräftig. Das hat unsere Redaktion exklusiv auf Nachfrage erfahren. Er werde keine Rechtsmittel gegen das Urteil des Würzburger Landgerichts einlegen, so der Verteidiger Dr. Hanjo Schrepfer. In dem Berufungsprozess hatte der Fahrer am Mittwoch ein Jahr und drei Monate auf Bewährung bekommen wegen fahrlässiger Tötung. Das sei in seinen Augen zwar immer noch zu hart, so Schrepfer, sein Mandant und er werden es aber akzeptieren.

Die 20-jährige Theresa Stahl war im April 2017 in Eisenheim von einem Wagen erfasst worden. Darin saßen vier Betrunkene, die ihr nicht halfen, sondern weiterfuhren. Theresa starb wenige Tage später. In erster Instanz hatten die Insassen Geldstrafen bekommen. Das sorgte bundesweit für Aufsehen und Diskussionen über die strafmildernde Auswirkung von Alkohol bei Unfällen.

In zweiter Instanz gab es eine rund einjährige Pause bei der Verhandlung, weil ein Mordverdacht geprüft wurde. Der Verdacht, dass einer der jungen Männer im Wagen den Fahrer angestiftet habe, Theresa umzufahren, erhärtete sich aber nicht. Kurz vor Prozessende wurde die Berufung gegen die drei Mitfahrer im Wagen zurückgezogen und dadurch die Urteile aus erster Instanz rechtskräftig. Sie müssen Geldstrafen von 1.000 bis 2.000 Euro zahlen.