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Würzburg: Gesundheitsamt informiert Kontaktpersonen nicht mehr direkt

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vor einem Monat in Lokales
Eine Darstellung des Coronavirus in rot
Symbolbild: pixabay.com

Das Würzburger Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen angepasst. Der Grund: Die steigenden Infektionszahlen in Stadt und Landkreis und der entsprechende Zeitaufwand für die Nachverfolgung machen dem Amt zu schaffen.

Kontaktpersonen werden nicht mehr informiert

Deswegen sollen die Kontaktpersonen bei einem Corona-Fall künftig nicht mehr direkt vom Gesundheitsamt informiert werden. Das ist nun die Aufgabe des Infizierten selbst. Die Kontaktpersonen müssen sich anschließend selbstständig um einen Test kümmern. Dabei gibt es eine Ausnahme: Vulnerable Gruppen, also Menschen mit einem hohen Infektionsrisiko, werden weiterhin kontaktiert.

Wie werden Club-Besucher nach einem Corona-Fall informiert?

Laut Gesundheitsamt zählen Club-Besucher nicht zu der Gruppe vulnerabler Personen. Die Begründung der Behörde: Die Partygänger gehen bewusst das Risiko ein, sich zu infizieren. Daher informiert das Amt die Feiernden nach einem Corona-Fall in einem Club nicht mehr direkt. Bislang wurden SMS mit dem Aufruf zum Testen verschickt.

Club-Besucher erfahren nur indirekt von Risiko

Aber: Bei einem positiven Fall in einem Club ruft das Gesundheitsamt weiterhin die Daten der Feiernden über die Luca-App ab. Wer diese App hat und in dem entsprechenden Club eingeloggt war erhält damit eine Nachricht über die LUCA-App, dass seine Daten abgerufen wurden. Daraus lässt sich dann schließen, dass am entsprechenden Tag auf eine infizierte Person im Club war, so das Gesundheitsamt.

Information nur noch bei größeren Ausbrüchen

Bei einem Corona-Ausbruch in einem Club will das Gesundheitsamt aber weiterhin SMS verschicken – aber nur, wenn sich mehrere Feiernde angesteckt haben. Generell sind Clubs und Diskotheken weiterhin dazu verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Besucher zu erfassen.