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Würzburg: Medikamentenmangel hält an – Kinderfiebersäfte wieder da

Topnews
18.08.2023, 05:02 Uhr in Lokales
Ein Blister mit Tabletten
Foto: Pixabay.com

Die Apotheken in der Region gehen gegen den Medikamentenmangel vor. Nach dem Motto „was der eine übrig hat, bekommt der andere“ helfen sich die Apotheken mittlerweile untereinander aus, so Dr. Wolfang Schiedermair, Sprecher des Apothekerverbands in Würzburg.

Denn: Der Medikamentenmangel werde wohl weiter andauern – egal ob bei Antibiotika, Schmerzmitteln oder Tabletten gegen Bluthochdruck. Bislang sei keine Besserung in Sicht. Außer bei Kinderfiebersäften. Die seien mittlerweile wieder verfügbar. Das liege daran, dass die Krankenkassen inzwischen mehr Geld für Kinder-Medikamente erstatten, so Schiedermair.

Gerade mit Blick auf die bevorstehende kältere Jahreszeit rät der Apotheker, rechtzeitig die Medikamente in der Apotheke zu bestellen. Die Bestellungen brauchen Zeit – im Schnitt zwei Wochen. Dann bekommt in der Regel jeder sein Medikament. Horten sollten die Patienten deswegen nicht.

Unterdessen will auch die Bundesregierung gegen die Lieferengpässe bei Arzneimitteln vorgehen. Ziel ist es, die Herstellung von Antibiotika in Europa zu stärken. Das begrüßt Schiedermair. So wäre die Versorgung in Europa gesichert. Allerdings würde es bis zu 15 Jahre dauern – schließlich, müssen die Produktionsstätten erstmal gebaut werden.

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