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Würzburg: Messerstecher noch nicht vernommen

Topnews
vor 2 Monaten in Lokales
Menschen haben Blumen und Kerzen am Tatort der Messerattacke aufgestellt
Foto: Funkhaus Würzburg

Der Messerstecher von Würzburg ist bisher noch nicht ausführlich zu seiner Tat vernommen worden. Das erklärten sowohl das bayerische Landeskriminalamt als auch der Pflichtverteidiger gegenüber der Deutschen Presse Agentur. Laut LKA seien die bisherigen Versuche, den Mann zu vernehmen, nicht erfolgreich gewesen. Der Würzburger Anwalt Hanjo Schrepfer, der den 24-jährigen Somalier verteidigt, erklärte, sein Mandat sei derzeit nicht vernehmungsfähig. Er sei weiter psychisch auffällig und eine umfassende Kommunikation mit ihm nicht möglich.

Laut der Generalstaatsanwaltschaft München ist ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben worden. Es soll klären, ob der 24-Jährige bei der Tat schuldunfähig war und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Schrepfer erklärte, sein Mandant werde derzeit begutachtet.

Vor rund eineinhalb Wochen hatte der Somalier in Würzburg auf mehrere Menschen eingestochen. Drei Frauen starben, fünf wurden teils lebensgefährlich verletzt. Laut Polizei ist es möglich, dass es sich um eine islamistisch motivierte Tat handelt. Auch eine psychische Störung wird nicht ausgeschlossen.