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Würzburg: Neue Professur für Demenz-Prävention ausgeschrieben

vor 2 Monaten in Lokales
Eine alte Frau strickt
Foto: pixabay.com

Wie lässt sich Demenz in Zukunft verhindern oder verzögern? Die Stadt Würzburg erhält ab April eine Professur, die sich mit dieser Forschung auseinandersetzen soll. Die neue Stelle wird in Zusammenarbeit der Uni Würzburg, der Uniklinik (UKW) und zwei Stiftungen geschaffen.

Ziel der neuen Stelle ist es, Hirnforschung und Künstliche Intelligenz zusammenzuführen. Außerdem soll an Folgeerkrankungen wie Stürzen, Depressionen oder Störungen des Schlafrhythmus geforscht werden.

Die Stelle ist zunächst für die nächsten sechs Jahre angelegt. Das UKW übernimmt die Hälfte der Kosten, die beiden Stiftungen jeweils ein Viertel.

Studie zu Demenz seit 2010

Der Anlass für das Projekt ist eine Studie zur Frühdiagnose von Demenzerkrankungen, die seit 2010 durchgeführt wurde. An der Langzeitstudie des UKW nahmen 600 Würzburger teil, die zu Studienbeginn 75 Jahre alt waren. Diese wurden in den folgenden zwölf Jahren zu zwei Zeitpunkten nachuntersucht. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen jetzt in der neu geschaffenen Professur ausgewertet werden.

Menschen werden immer älter

Aktuell sind rund 240.000 Menschen in Bayern an Demenz erkrankt. Wegen des demografischen Wandels wird es in Zukunft immer mehr ältere Menschen geben, die zugleich immer älter werden. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 300.000 Betroffene erwartet.