Anzeige

Würzburg: Reform der Parkgebühren rückt näher

Topnews
vor 10 Tagen in Lokales
Hinter dem Dom in Würzburg am Paradeplatz sind Bäume und Autos auf dem Parkplatz
Foto: Funkhaus Würzburg

Eine Reform der Parkgebühren in Würzburg rückt näher. Teils einstimmig und teils mit knapper Mehrheit und nach intensiven Diskussionen hat der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss am Dienstagnachmittag ersten Punkten zum neuen Verkehrskonzept in der Würzburger Innenstadt zugestimmt. Damit sind noch keine Entscheidungen fix, es sind Beschlussempfehlungen an den gesamten Stadtrat.

Zentrale Parkplätze sollen teurer werden - Talavera nicht mehr kostenlos

Ein wesentlicher Teil ist eine Reform der Parkgebühren. Die sollen neu geordnet werden. Tarife sollen höher ausfallen, je zentraler ein Parkplatz ist. In der Spitze sind es bis zu zwei Euro pro Stunde. Zudem soll das Parken künftig auf der Talavera 50 Cent je angefangener halber Stunde kosten, bislang ist der Parkplatz kostenlos.

Ziel dieser Maßnahme ist es, das Parken unattraktiver zu machen und den Parksuchverkehr aus der Stadt zu bringen.

Vor allem diese Punkte wurden intensiv diskutiert. Es gab auch den Vorschlag, die Kosten erst zu erhöhen, wenn es ein dichteres ÖPNV-Angebot gibt. Angedacht sind die Maßnahmen jetzt für den Sommer.

Park & Ride und ÖPNV sollen beliebter werden

Um gleichzeitig andere Wege in die Stadt attraktiver zu machen soll vor allem der ÖPNV in Verbindung mit Park & Ride Angeboten ausgebaut werden.

Einstimmig fiel zum Beispiel die Entscheidung aus, die Straßenbahn-Taktung auf Fahrten alle 12 Minuten zu verdichten (aktuell sind es all 15 Minuten). Zudem soll ein Park & Ride Familienticket entwickelt werden, um Parken und Bus und Bahn attraktiv zu verbinden.

Für ein mögliches Park & Ride Parkhaus an der Feggrube, in der Sanderau, soll geprüft werden, ob die Straßenbahn bis dorthin verlängert werden könnte. Um den Einzelhandel trotz Wegfalls von Innenstadt-Parkplätzen attraktiv zu halten, sollen Modelle zur Unterstützung durch Vergünstigungen im ÖPNV entwickelt werden.

Verkehrskonzept will grundsätzlich Innenstadt attraktiver machen

Es war das erste Mal, dass ein Teil des Stadtrats über konkrete Maßnahmen aus dem Verkehrskonzept gesprochen hat, das ein breites Bündnis aus Parteien im Herbst vorgestellt hatte. Dieses Bündnis hat im Stadtrat auch die Mehrheit. Lob an dem Konzept gab es bereits von Umweltverbänden und auch vom Würzburger Stadtmarketing.