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Würzburg: So bewertet Infektiologe Stich die Corona-Lage

vor 3 Monaten in Lokales
Selbsttest Corona

Die Sieben-Tage-Inzidenzen in der Region steigen immer weiter an. In der Stadt Würzburg haben sich binnen einer Woche mehr als 2.500 Menschen mit Corona angesteckt. Unterdessen zieht es die bayerische Staatsregierung in Betracht, die aktuellen Corona-Maßnahmen ab Mitte Februar weiter zu lockern. Der Würzburger Infektiologe August Stich sieht diesen Plan mit gemischten Gefühlen:

Aus wissenschaftlicher Sicht müssten die Schutzmaßnahmen eingehalten werden, um weitere Infektionen zu verhindern. Denn: Auch wenn die Verläufe bei Omikron in vielen Fällen milder ausfallen als noch bei der Delta-Variante, gebe es nach wie vor Fälle mit schweren Verläufen. Aktuell finde eine Quasi-Durchseuchung der Bevölkerung statt. Das Virus lasse sich mit seiner Wucht nicht wirklich aufhalten

Auf der anderen Seite sei es das gesamtgesellschaftliche Ziel, wieder zur Normalität zurückzukehren und das soziale Leben aufrechtzuerhalten. Die Entscheidung die Corona-Maßnahmen zu lockern, sei also eine politische Abwägung.

Unterdessen sei Deutschland mitten in einem neuen Lernprozess. Der Ausgang der Pandemie sei weiterhin offen. Nach August Stich könne sich beispielsweise eine neue Variante entwickeln. Möglich wäre aber auch, dass sich die Delta-Variante wieder verbreite.