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Würzburg: So läuft die Wü-Kita-Cov-Studie 2.0 aktuell

vor 2 Monaten in Lokales
Ein Schnelltest auf Corona der Test ist negativ
Foto: Funkhaus Würzburg

Wie können Kinder trotz Pandemie ohne Bedenken in die Kita gehen? Das untersucht ein Team der Uni Würzburg und der Uniklinik mit der sogenannten Wü-KiTa-CoV-Studie. Seit Mai läuft bereits die Fortsetzung der Studie an neun Kitas in Würzburg. Dabei werden die Kinder zweimal pro Woche bereits zu Hause mit Hilfe einer Mundspülung auf Covid-19 getestet.

So läuft die zweite Studienphase

In zwei Wochen ist diese zweite Studienphase zu Ende – und der verantwortliche Professor Johannes G. Liese der Uniklinik zieht ein positives Zwischenfazit. Die Beteiligung bei Eltern, Kindern und Betreuern sei gut. Darüber hinaus seien die Infektionszahlen in Würzburg gerade sehr niedrig. In Hinblick auf möglicherweise steigende Corona-Zahlen im Herbst erklärt Liese, es brauche gute Konzepte, um Kitas offen zu halten. Kleinkinder hätten ein höheres Risiko, sich mit Corona zu infizieren, da sie keine Möglichkeit auf eine Impfung hätten. Deshalb sei ein Konzept wie das aus der Wü-KiTa-CoV-Studie eine denkbare Option für alle Kitas.

Der Aufwand ist hoch

Bei diesen Tests nehmen die Kinder einen Löffel Wasser in den Mund und spucken das dann in ein Röhrchen. Das wird dann im Labor untersucht. Allerdings sei der Aufwand der Auswertung sehr hoch. Deshalb würden aktuell Pool-Untersuchungen durchgeführt. Laut Liese werden dabei jeweils zehn Proben vermischt und gesammelt ausgewertet. Die Hälfte jeder Einzelprobe wird aufgehoben. Sollte dann eine Sammelprobe positiv ausfallen, könne so relativ schnell das betroffene Kind ausfindig gemacht werden.

Ziel der Wü-KiTa-CoV-Studie 2.0 ist es, ein Konzept mit hoher Akzeptanz zu erarbeiten, das sicher, schnell und praktikable auf eine größere Zahl von Kitas übertragbar ist. Die genauen Ergebnisse der Studie werden in zwei bis vier Wochen vorliegen.