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Würzburg: Stadt nimmt 300.000 Euro durch „Corona-Verstöße“ ein

vor 3 Monaten in Lokales
Maskenhinweis Schild Mainbruecke
Foto: Funkhaus Würzburg

307.530 Euro – so viel hat die Stadt Würzburg seit März 2020 bis jetzt durch „Corona-Bußgelder“ eingenommen. Fehlende Hygienekonzepte im Gewerbe, nicht getragene Masken, trotz entsprechender Pflicht, Überschreitung von Kontaktbeschränkungen – die Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmen sind ganz unterschiedlich, ziehen aber alle Bußgeldverfahren nach sich.

Von März 2020 bis Mitte Januar 2022 hat die Stadt Würzburg aus knapp 3000 solcher Verfahren ein Bußgeld verhängt und damit über 300.000 Euro eingenommen. In knapp 270 Fällen haben die Personen, gegen die die Stadt ein Bußgeld verhängt hat, vor Gericht Einspruch eingelegt.

Bei Einspruch geht Geld nicht an die Stadt

In dem Fall ist die Stadt nicht länger zuständig. Stattdessen liegt die Verantwortung für diese Verfahren dann bei der Staatsanwaltschaft. Entscheidet das Gericht dann, dass das Bußgeld zurecht verhängt wurde, stellt die Staatsanwaltschaft eine Rechnung über den zu zahlenden Betrag aus.

Das Geld ist dann nicht mehr an die Stadt, sondern an die Staatsanwaltschaft und damit an den Freistaat Bayern zu zahlen. Knapp 120.000 Euro sind der Stadt so entgangen. Dazu kommen rund 20.000 Euro, die wegen eingestellter Verfahren nicht gezahlt werden mussten. 233 Verfahren sind derzeit noch offen.

Einnahmen für Impfkampagne verwenden

Die Würzburger Grünen haben in einem Antrag gefordert, diese eingenommenen „Corona-Bußgelder“ in eine Impfwerbekampagne der Stadt zu investieren. Mit diesem Antrag setzt sich am Donnerstag der Stadtrat auseinander.