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Würzburg: Stadträte wollen ÖPNV verbessern

12.10.2022, 05:51 Uhr in Lokales
Domstrasse Straba
Foto: Funkhaus Würzburg

Der Würzburger Stadtrat hat genug von regelmäßigen Tariferhöhungen im ÖPNV – dadurch würden Bus und Straßenbahn unattraktiv. Der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss hat am Dienstagabend einem Ausschluss weiterer Erhöhungen zugestimmt. Das letzte Wort hat aber noch der Stadtrat.

Tarifautonomie im Stadtgebiet

Die Stadt soll sich damit im Rahmen neuer Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Mainfranken für eine eigene Stadtwabe innerhalb der Großwabe Würzburg einsetzen. In der soll dann der Stadtrat einzig und alleine Tariferhöhungen bestimmen dürfen, so das Ziel.

Aktuell ist es so, dass der Stadtrat erst Tariferhöhungen ab drei Prozent zustimmen muss. Kommt die Würzburger Wabe, müsste die Stadt dem Verkehrsverbund einen finanziellen Ausgleich zahlen.

Preissteigerung um über 10 Prozent in sieben Jahren

Der Stadtrat wehrt sich damit gegen jährlich steigende Preise. Seit 2015 sind die Fahrpreise für Einzelfahrten in Würzburg um acht und für Sechserkarten um 10,4 Prozent gestiegen.

Straßenbahnverbindungen sollen enger getaktet werden

Weiter hat der Ausschuss auch einer Taktverdichtung bei den Straßenbahnen zugestimmt. Die Straßenbahnen sollen weiter im 15-Takt fahren, dabei aber zeitlich besser aufeinander abgestimmt werden. Durch die Doppelbelegung mancher Richtungen soll dadurch de facto ein 5-Minuten-Takt entstehen. Das beträfe vor allem die am meisten genutzte Straßenbahn-Strecke zwischen dem Heuchelhof, der Innenstadt, dem Hauptbahnhof und Grombühl.

Gegen die Pläne gibt es auch Widerstand von Kämmerer Robert Scheller und der CSU. Das Projekt sei wünschenswert, aber teuer. Es wird voraussichtlich im November, in den Haushaltsberatungen nochmal auf den Tisch kommen.

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