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Würzburg: Trinkwasserschutzgebiet soll enorm ausgeweitet werden

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vor einem Monat in Lokales
Drei Trinkwassertanks im Wasserwerk
Foto: Funkhaus Würzburg

Pünktlich zum Weltwassertag hat ein geplantes Trinkwasserschutzgebiet im Raum Würzburg eine weitere Hürde genommen. Am Mittag hat die WVV beim Landratsamt die Antragsunterlagen für die Erweiterung des Schutzgebietes um die Zeller Quellen eingereicht.

Schutzgebiet auf 66 Quadratkilometer ausgeweitet

Das Gebiet soll von rund sieben auf etwa 66 Quadratkilometer ausgeweitet werden – damit wäre es dann das zweitgrößte Wasserschutzgebiet Bayerns. Es umfasst unter anderem die Gemeinden Höchberg, Eisingen, Waldbrunn, Waldbüttelbrunn und Hettstadt.

Der Grund für die Ausweitung: In den letzten zehn Jahren hat es wenig geregnet – dadurch konnte sich auch weniger Grundwasser bilden. Ziel ist es, das Wasser auch für nachfolgende Generationen zu sichern. Aktuell versorgen die Zeller Quellen rund 160.000 Menschen, so die WVV: Die Hälfte der Würzburger Bevölkerung und die Gemeinden Zell, Gerbrunn und Zellingen.

Wasserschutzgebiet beeinflusst Bauprojekte

Für die Bewohner in den betroffenen Gemeinden gebe es durch die Erweiterung des Trinkwasserschutzgebietes keine Einschränkungen im alltäglichen Leben, so die WVV. Aber für die Landwirte kann es die geben – beispielsweise beim Düngen.

Daneben könnte es drei große Bauprojekte in dem Gebiet beeinflussen: So soll dort später die B26n durchlaufen, bei Helmstadt ist eine Deponie für Bauschutt geplant, außerdem soll zwischen Altertheim, Helmstadt und Waldbrunn ein Gipsbergwerk entstehen. Für diese Projekte könne es Auflagen wie Nutzungsbeschränkungen geben, so die WVV. Jeder Eingriff in den Boden müsse dann genauer analysiert werden.

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