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Würzburg: Urteile gegen „Kongo-Connection“

vor 2 Monaten in Lokales
Gericht Justizzentrum Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Lange Haftstrafen für vier Betrüger vom Landgericht Würzburg: Sie gaben sich als „Kongo-Connection“ aus, prahlten mit Kontakten zum dortigen Präsidenten und dem Türkischen Staatschef Erdogan und wollten vermeintlich soziale Projekte vorantreiben. Dabei ergaunerten sie Gelder in Millionen-Höhe. Dafür müssen die vier Männer nun zwischen drei und sechseinhalb Jahre in Haft. Sie hatten zu Prozessauftakt gestanden. Corona-bedingt fand die Verhandlung im Gut Wöllried statt.

Einer der vier, ein frühere Kundenberater der Apotheker- und Ärztebank, hatte offenbar seine Kontakte genutzt, um Opfer für die Betrugsmasche zu finden. Ihnen wurden dann verschiedene Investitionen in Entwicklungsprojekte vorgeschlagen. Dabei handelte es sich unter anderem um die Finanzierung von Flaschen, die Wasser zum Trinken aufbereiten könnten. Laut Main-Post wurden – so die Masche - dafür 290 Millionen Euro in Vietnam, 270 Millionen in Kambodscha, eine Milliarde in Indien benötigt. Unter anderem wurden laut Anklage teils 100 Prozent Zinsen versprochen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.