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Würzburg: Wegen Luftfiltern – offener Brief der GEW an Schulreferentin

vor einem Monat in Lokales
Schüler mit Maske im Klassenzimmer zu Coronazeiten
Foto: pixabay.com

Würzburgs Schulreferentin und 3. Bürgermeisterin Judith Jörg hatte sich gegen mobile Luftfilter an Schulen ausgesprochen. Kritik daran kommt jetzt von der Bildungsgewerkschaft GEW. Deren Kreisverband Würzburg richtet sich in einem offenen Brief an Jörg und erklärt, man habe diese Haltung mit Befremden zur Kenntnis genommen. Die Schulreferentin wird aufgefordert, ihre Entscheidung zu revidieren. Das gemeinsame Ziel müsse eine gesunde Raumluft und eine unbelastete Schulumgebung mit Präsenzunterricht sein. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Schulen müsse gewährleistet sein. In einer Gefährdungsbeurteilung müssten alle Gesundheitsrisiken analysiert und entsprechende Schutzmaßnahmen festgelegt werden.

Die GEW fordert weiterhin in ihrem Brief, Raumluftreinigergeräte oder fest installierte Be- und Entlüftungsanlagen anzuschaffen. Außerdem müssten Fachleute einbezogen werden, um unter anderem Größe und Leistungsfähigkeit der Geräte zu beurteilen. Die Stadt Würzburg sei für den Gesundheitsschutz der Kinder verantwortlich, heißt es weiter. Gelder für technischen Support und Fachleute müssten bereitgestellt werden – genau wie das auch bei Geldern für Bestuhlung, Tafel und Technik in Schulen der Fall sei.

Dass an Würzburger Schulen vorerst keine mobilen Luftfilter eingesetzt werden, hatte vergangene Woche der Stadtrat entschieden. Schulreferentin Jörg hatte sich bereits im Voraus gegen mobile Luftfilter ausgesprochen, für deren Anschaffung Bund und Länder Fördergelder bereitstellen. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis, erklärte sie im Gespräch mit dieser Redaktion.