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Würzburg/Wiesenfeld: Anklage wegen Mordes an 13-Jähriger erhoben

vor einem Monat in Lokales
Gericht Justizzentrum Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

28 Jahre nach dem Mord an einem 13-jährigen Mädchen in Wiesenfeld, könnte der Fall bald vor Gericht gehen. Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat jetzt Anklage wegen Mordes erhoben. Tatverdächtig ist ein 44-Jähriger, der damals 17 Jahre alt war. Er soll das Mädchen kurz vor Weihnachten 1993 getötet haben. Anfang 2021 wurden DNA-Spuren an der Unterwäsche des Mädchens gefunden und ausgewertet. Sie stimmen mit DNA-Spuren am Tatort überein und stammen von dem heute 44-Jährigen.

Das Landgericht Würzburg muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird.

Bereits im Januar diesen Jahres gab es erneute Hausdurchsuchungen in dem Fall. Damals wurde der Tatverdächtige festgenommen, wenig später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Auch hatten die Ermittler eine weitere Person im Focus. Hier wurden die Ermittlungen allerdings mangels Beweisen eingestellt.

Das 13-jährige Mädchen wurde 1993 zuletzt auf einem Bauernhof im Stadtteil Wiesenfeld gesehen. In einer Jauchegrube fanden die Ermittler ihre Kleidung. Die Leiche des Mädchens entdeckten sie in einer Güllegrube. Sie starb an den Folgen massiver Gewalteinwirkung.