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Würzburg: Wohnkosten steigen weiter trotz Mietpreisbremse

13.06.2022, 16:00 Uhr in Lokales
Ein Schlüssel steckt in einer Wohnungstür
Foto: pixabay.com

Die Preise für Wohnungen in Deutschland steigen weiter und das trotz der beschlossenen Mietpreisbremse vor zwei Jahren. Auch in der Region gab es seit 2020 einen deutlichen Anstieg. Das hat eine Analyse von immowelt ergeben. Aktuell kosten Mietwohnungen in Würzburg durchschnittlich 11,10 Euro pro Quadratmeter. Vor zwei Jahren waren es noch 10,50 Euro - das sind sechs Prozent mehr.

Im Landkreis Würzburg gab es ebenfalls eine Steigerung von sechs Prozent – hier kostet der Quadratmeterpreis jetzt 9 Euro. Vor zwei Jahren waren es noch 8,50 Euro.

Im Landkreis Kitzingen gab es eine Erhöhung um neun Prozent hier kostet der Quadratmeter aktuell 8,40 Euro, anstatt 7,70 Euro wie 2020. Die größte Preissteigerung hat es mit 15 Prozent im Landkreis Main-Spessart gegeben. Vor zwei Jahren lag der Quadratmeterpreis bei 7,10 Euro – aktuell zahlt man 8,20 Euro.

Mietpreisbremse kann ohne Mietspiegel schlecht wirken.

Die Wirksamkeit der Mietpreisbremse ist in Würzburg aber auch daher stark eingeschränkt, weil es hier bislang noch keinen offiziellen Mietspiegel - also eine Erhebung über die Höhe der Durchschnittsmieten - gibt.

Allerdings ist die Stadt nun gesetzlich verpflichtet, diesen zu erheben. Bis 2023 muss es einen einfachen und bis 2024 einen ausführlichen (qualifizierten) Mietspiegel geben.

38 von 40 untersuchten Städten melden steigende Mieten

Insgesamt wurden 40 Großstädte untersucht, bei 38 davon wurden die Mieten teurer. In Studentenstädten wie Würzburg seien nach der Corona-Pandemie wieder viele Studenten, die zwischenzeitlich bei ihren Eltern gelebt hatten, zurück in die Stadt gezogen. Das erhöhe die Nachfrage auf das oftmals geringe Angebot weiter und mache sich bei den Preisen am Wohnungsmarkt bemerkbar.

Mietpreisbremse greift bei Neuvermietungen

Generell wird mit der Mietpreisbremse beabsichtigt, die Preisanstiege einzudämmen, so immowelt. Vermieter dürfen, wenn sie ihre Wohnung erneut vermieten, nur eine Miete fordern, die höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Die teuersten Städte für Mieter sind weiterhin München (18,60 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Frankfurt (14,10 Euro) und Stuttgart (13,90 Euro).