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Würzburg: Zehnter Globaler Klimastreik am Freitag

vor einem Monat in Lokales
Demonstartion der Fridays for Future Bewegung
Foto: Fridays for Future Deutschland

Unter dem Motto #PeopleNotProfit ruft Fridays For Future am Freitag zum zehnten globalen Klimastreik auf. Auch in Würzburg findet dazu eine Demonstration auf den Mainwiesen statt.

Die Organisation fordert Regierungen weltweit auf, die Erderhitzung durch sofortige Maßnahmen zu stoppen und Emissionen zu reduzieren. Außerdem wird kritisiert, dass wirtschaftliche Interessen weiterhin über klimapolitischen Zielen stehen. Durch die Kriegssituation in der Ukraine werde deutlich, wie abhängig die EU von fossilen Energieträgern aus anderen Ländern sei. Deswegen sei es umso wichtiger, auf erneuerbare Energien umzusteigen, die in Deutschland produziert werden können.

Aber auch lokale Themen sollen angesprochen werden. Beispielsweise, dass der Straßenbau unter anderem beim Greinbergknoten dem Ausbau des ÖPNV vorgezogen werde.

Mit Reden, Musikbeiträgen und einer Laufdemonstration soll am Freitag ab 15:30 Uhr auf diese Missstände und Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht werden.

Die Route der Laufdemo:

Mainwiesen - Mainaustraße - Friedensbrücke - Kranenkai - Mainkai - Oberer Mainkai - Wirsbergstraße - Augustinerstraße - Platz am Vierröhrenbrunnen - Domstraße - Kürschnerhof - Schönbornstraße - Dominikanerplatz - Juliuspromenade - Gerberstraße - Kranenkai - Friedensbrücke - Mainaustraße - Mainwiesen.

Debatte um Dreadlocks in Hannover

Im Hintergrund des Klimastreiks am Freitag hat sich ein anderes Thema aufgetan: Die Sängerin Ronja Maltzahn wurde in Hannover von der FFF-Veranstaltung ausgeladen, weil sie als weiße Frau Dreadlocks trägt. Der Grund: Man wolle bei diesem „globalen Streik auf ein antikolonialistisches und antirassistisches Narrativ setzen“ und könne es daher nicht vertreten, eine weiße Person auf der Bühne zu haben, die sich schwarze Kultur aneigne – ohne die systematische Unterdrückung dahinter erlebt zu haben.

Die Würzburger Fridays for Future-Bewegung stellt in einem Statement klar, dass jeder Ortsverband eine eigene Meinung vertritt. Durch das Verbieten von Dreadlocks bei weißen Menschen werde Diskriminierung nicht aus der Welt geschafft. Man müsse sich mit den Geschehnissen der Vergangenheit auseinandersetzen und zukünftig dafür sorgen, dass Diskriminierungen aller Art abgebaut werden.

Die Bezeichnung „Dreadlock“ („dread“ wie grausam, furchteinflößend) geht auf kolonialrassistische Ereignisse zurück und wurde von den Rastafari wieder aufgegriffen.