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Mainfranken: Diese Corona-Mutationen gibt es in der Region

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vor 20 Tagen in Lokales
Eine Darstellung des Coronavirus in rot
Symbolbild: pixabay.com

Wie stark breiten sich die Corona-Mutationen in Mainfranken aus – und welche gibt es inzwischen? Rund 2.000 Fälle von Mutationen sind bisher in Stadt und Landkreis Würzburg aufgetreten. Das hat das Gesundheitsamt auf Anfrage erklärt. Fast 99 Prozent der Fälle sind vom Typ der britischen Mutante B.1.1.7. Darüber hinaus gibt es elf Fälle der südafrikanischen Mutation B.1.351 und zwei Fälle der indischen Variante B.1.617. In Mainfranken ist die indische Mutation bisher nur hier aufgetreten, in den Landkreisen Main-Spessart und Kitzingen gibt es davon bisher keine Fälle.

Im Landkreis Main-Spessart wurden insgesamt 1162 Mutations-Fälle festgestellt, ebenfalls die überwiegende Mehrheit davon ist die britische Variante. Die südafrikanische Mutation ist in zwei Fällen aufgetreten, in fünf Fällen trat eine leicht abgewandelte Form davon auf.

Lediglich im Landkreis Kitzingen gibt es bisher ausschließlich Fälle der britischen Mutation – nämlich insgesamt rund 700.

So gut schützen die Corona-Impfungen gegen Mutationen

Experten zufolge schützen die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Pfizer und Moderna gegen die britische Variante – vor allem nach der zweiten Impfung. Für die Wirksamkeit von AstraZeneca sind die bisherigen Studien nur eingeschränkt aussagekräftig, da vergleichsweise wenige Fälle gemeldet wurden. Das Robert-Koch-Institut erklärt jedoch, dass es keine Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit des Impfstoffs gibt.

Die Präperate von Pfizer/Biontech und Astrazeneca sollen neusten Studienergebnissen aus Großbritannien zu Folge einen recht hohen Schutz vor schweren Verläufen bieten - auch hier nach der zweiten Impfung.

Gegen die südafrikanische Mutation soll der Impfstoff von Biontech/Pfizer insofern wirken, dass schlimme und tödliche Verläufe verhindert werden können. Der Wirkstoff von AstraZeneca soll etwas weniger effektiv sein, so das RKI.

Alle Hersteller haben inzwischen angekündigt, ihre Impfstoffe an die Mutationen anzupassen. Erste Tests laufen dazu bereits.