Mainfranken / Main-Rhön: Extremer Mangel an Sozialwohnungen

Bezahlbarer Wohnraum wird in Deutschland immer knapper. Laut einer neuen Studie des Pestel-Instituts fehlen bundesweit inzwischen 1,4 Millionen Wohnungen – so viele wie noch nie. Und auch in unserer Region ist die Lage angespannt.
Besonders groß ist der Mangel in Mainfranken bei Sozialwohnungen. In den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart ist der Bedarf laut Studie enorm. Vor allem junge Menschen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung haben es schwer, noch bezahlbare Wohnungen zu finden. Das ist auch in der Stadt Würzburg der Fall – hier gibt es jetzt aber gute Nachrichten vom Hubland.
Hier weiht die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim am Donnerstag 87 bezahlbare Wohnungen ein, von denen 78 einkommensorientiert gefördert werden. Es ist das erste Bauprojekt der staatlichen Bayernheim-Wohnbaugesellschaft in Unterfranken.
Ähnlich sieht es in der Region Main-Rhön aus: In den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld gibt es deutliche Defizite. Eine Ausnahme bildet die Stadt Schweinfurt – hier gilt der Wohnungsmarkt aktuell als ausgeglichen.
Der Wohnungsmangel wirkt sich laut Studie auch auf die Wirtschaft aus. Um die Lücke bis 2030 zu schließen, müssten rund 400.000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden. Tatsächlich rechnet das Pestel-Institut aber nur mit etwa 200.000 neuen Wohnungen jährlich – also nur der Hälfte des nötigen Bedarfs.





