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Mainfranken: Tourismus - jedem zweiten Betrieb droht Insolvenz

vor 4 Monaten in Lokales
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Die Corona-Beschränkungen setzen dem Tourismus in Mainfranken massiv zu. Das bestätigen jetzt noch einmal Zahlen der IHK Würzburg-Schweinfurt und des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Demnach gab es im vergangenen Jahr 3,9 Millionen Übernachtungen in Mainfranken - ein Einbruch von fast 40 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr vor Corona verbrachten rund 6,3 Millionen Übernachtungsgäste aus dem In- und Ausland Zeit in der Region.

Allein in der Stadt Würzburg ist die Zahl der Übernachtungen um 54 Prozent eingebrochen. Am geringsten war der Rückgang im Landkreis Kitzingen mit 25 Prozent. Das ist laut IHK so zu erklären, dass die Menschen eher in ländlichen, naturnahen Regionen Urlaub machten und weniger in Städten. Tatsächlich sei die Aufenthaltsdauer in Mainfranken sogar gestiegen: von durchschnittlich 2,5 auf 2,9 Tage.

Vor allem auf Urlauber aus dem Ausland mussten die Tourismusbetriebe im letzten Jahr verzichten: Hier gab es einen Rückgang von über 56 Prozent. Bei Gästen aus Deutschland lag der Rückgang bei rund 37 Prozent.

Laut IHK ist die Stimmung in der Branche entsprechend schlecht. Die schlimmsten Befürchtungen hätten sich durch den erneuten Lockdown ab November bewahrheitet. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate sei eher pessimistisch. Zwei Drittel der Tourismusbetriebe in der Region rechnen demnach mit einer Verschlechterung. Jeder Vierte gehe davon aus, dass alles unverändert bleibt und nur gut jeder Zehnte erwarte eine Verbesserung. 42 Prozent der Betriebe bezeichnen ihren derzeitigen Status laut IHK als existenzbedrohend, 58 Prozent sprechen demnach von einer zunehmenden Insolvenzgefahr.