Anzeige

Mainfranken: Wohnungsmarkt-Analyse für Geringverdiener

vor 4 Monaten in Lokales
1611924091bezahlbarer wohnraum
Foto: Pestel-Institut

Für Geringverdiener in Mainfranken wird es immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden. Denn: Für immer mehr Single-Haushalte in der Region werden die Mieten vom Job-Center übernommen. Und nach einer Analyse des Forschungsinstituts Pestel ziehen Vermieter deshalb häufig die Preise an. Das Problem: Nicht nur Hartz IV-Empfänger seien auf die Wohnungen einfachen Standards angewiesen, sondern auch andere Haushalte mit niedrigem Einkommen - und diese könnten sich die Mieten dann nicht leisten, heißt es. In der Region am stärksten angestiegen sind die Mietpreise für vom Job-Center übernommene Single-Haushalte im Landkreis Main-Spessart. Von März 2014 bis August 2020 um ganze 37 Prozent. Auf Platz zwei landet der Landkreis Kitzingen mit einem Anstieg von rund 31 Prozent. Darauf folgt die Stadt Würzburg. Hier sind im sechs Jahres-Zeitraum einfache Single-Wohnungen um rund 30 Prozent teurer geworden. Weit abgeschlagen landet der Landkreis Würzburg auf Platz vier. Hier sind die Mieten für vom Job-Center übernommene Single-Haushalte nur um rund elf Prozent gestiegen.Um künftig eine Orientierung bei Wohnungsangeboten zu bekommen, gibt es jetzt ein Mieter-Gütesiegel: MEINFAIRMIETER heißt das Wohnungsmarkt-Label, das insbesondere die soziale Verantwortung von Vermietern überprüft.