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Marktheidenfeld: Streit um Wonnemar geht weiter

vor einem Monat in Lokales
Wasser eines Schwimmbeckens
Foto: pixabay.com

Der Streit um das Erlebnisbad Wonnemar in Marktheidenfeld geht weiter. Die Stadt hat vergangene Woche zum dritten Mal den Heimfall ausgerufen. Das hat sie bestätigt. Die Stadt fordert damit das Bad vom Betreiber InterSPA zurück und beruft sich dabei auf ihr Erbbaurecht. InterSPA und die Stadt Marktheidenfeld können sich aber seit Monaten nicht einigen – ein Schiedsgerichtsverfahren ist laut Stadt wahrscheinlich. Dem vorgeschalten ist ein Beirat. Er besteht aus je zwei Mitgliedern beider Parteien und soll voraussichtlich am 5. Juli zusammenkommen. Große Hoffnung auf eine Einigung hat die Stadt aber nicht. Sollte es so kommen, folge ein Schiedsgerichtsverfahren. Das besondere daran ist, dass keine Revision möglich sei – das Urteil wäre also entscheidend.

Im Herbst hatte der bisherige Betreiber des Wonnemar Insolvenz angemeldet. Die Stadt hatte damals rund 150.000 Euro für einen Notbetrieb investiert, um Schäden an der Technik zu verhindern. Zudem hatte die Stadt auch das Bad zurückgefordert, weil der Betreiber seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. Überraschend hatte der Insolvenzverwalter Anfang des Jahres AimSPA als neuen Investor präsentiert, InterSPA gehört dazu. Seitdem ist das Bad dicht, auch im Sommer nicht geöffnet worden. Die Stadt will es wieder aufmachen.