Schweinfurt: Letzter Neujahresempfang von Sebastian Remelé

Sebastian Remelé hat am Sonntag zum letzten Mal als Oberbürgermeister die Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Schweinfurt begrüßt. Bei der Kommunalwahl im März kandidiert Remelé nach drei Amtszeiten nicht mehr erneut.
So widmete er sich in seiner Ansprache sowohl der Gegenwart als auch der Zukunft. Vor allem die finanzielle Lage schränkt Schweinfurt aktuell ein. Seit Beginn der Corona Krise sind die Einnahmen der Stadt massiv eingebrochen. Jährlich fehlen seitdem zwischen 20 und 25 Millionen Euro im Haushalt. Vor allem die Krise in der Automobilzulieferindustrie macht sich hier deutlich bemerkbar.
Die Rücklagen von einst über 100 Millionen sind fast aufgebraucht. Zuletzt wurde die Stadt von der Regierung von Unterfranken ein strikter Sparkurs auferlegt, damit der Haushalt überhaupt genehmigt wurde. Deswegen mussten auch geplante Projekte wie der Bürgerpark oder das Kulturforum verschoben werden. Den Mittelstand in seiner Stadt lobte Remelé ausdrücklich, hier sei die Gewerbesteuer eine verlässliche Einnahmequelle.
Dennoch blickt Remelé auch positiv in die Zukunft. Die geplante KI-Gigafactory auf dem Gelände der ehemaligen Con-Barracks soll zahlreiche moderne und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Das Projekt wird vom Freistaat und dem Leibniz-Institut unterstützt.
Außerdem soll im Lauf des Jahres die erste Wasserstofftankstelle im Schweinfurter Hafen in Betrieb gehen. Sie ist Ausgangspunkt für einen Wasserstoff-Hub, in dem dann auch Wasserstoff produziert wird.





