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Schweinfurt: Sexueller Missbrauch - Mutter angeklagt wegen Unterlassen

vor einem Monat in Lokales
Das Gerichtsgebäude in Schweinfurt
Foto: Primaton Schweinfurt

Der Fall eines sexuell missbrauchten Mädchens beschäftigt das Landgericht Schweinfurt auch weiterhin. Am Dienstag sitzt die 39-jährige Mutter auf der Anklagebank. Sie soll ihre Tochter ihrem Partner zum sexuellen Missbrauch überlassen haben. Deshalb muss sich die Frau unter anderem wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen verantworten. Das Martyrium des Mädchens dauerte von Juni 2018 bis vergangenen Sommer.

Der 49-jährige Partner stand schon vor Gericht – unter anderem auch wegen Zwangsprostitution. Er soll das Mädchen nämlich nicht nur ab ihrem neunten Lebensjahr missbraucht haben, sondern auch auf Autobahnparkplätzen zum Missbrauch angeboten haben. Es gibt Fotos und Videos davon. Seine Haftstrafe von 10 Jahren ist noch nicht rechtskräftig, weil er in Revision ging.

In einem weiteren Prozess hat das Landgericht Schweinfurt einen 50-Jährigen zu zwei Jahren und elf Monaten verurteilt. Er soll sich das Kind zwei Mal in seine Wohnung im Kreis Schweinfurt bestellt haben für sexuellen Missbrauch. Auch hier ging die Verteidigung in Revision.

Das Martyrium des Mädchens hörte auf, weil sich ein Lastwagenfahrer bei der Polizei gemeldet hat. Ihm hatte sich die Schülerin auf einem Autobahnparkplatz bei Schweinfurt anbieten müssen. Davor soll ein anderer noch unbekannter Lasterfahrer ein solches Angebot angenommen haben.