Schweinfurt/Würzburg: Künstliche Intelligenz sortiert Gipsabfälle in Echtzeit

In Deutschland fallen jedes Jahr rund 280.000 Tonnen Gipsabfälle an. Werden sie beim Rückbau nicht richtig erkannt, scheitert das Recycling oft schon früh.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt „GIPScycle“ der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt an. Mit Hilfe von KI und moderner Sensorik können Störstoffe wie Silikonzusätze oder Asbest jetzt in Echtzeit erkannt werden. So lässt sich Gips sicher als hochwertiger Rohstoff wiederverwenden.
Das Projekt lief über mehr als drei Jahre und wurde mit über 700.000 Euro vom Bayerischen Umweltministerium gefördert. Gemeinsam mit Industriepartnern und weiteren Forschungseinrichtungen entstand außerdem eine Web-App, die die Materialzusammensetzung direkt auswertet.
Das spart Zeit, reduziert Ausschuss und sichert die Qualität. Fachleute sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu einer ressourcenschonenderen und klimafreundlicheren Bauwirtschaft.





